Symbolbild

Die FDP Saar kritisiert die am Freitag im Bundestag beschlossenen Änderungen des Bundeselterngeld- und Bundeselternzeitgesetztes. „Bei der Neuregelung wurden weiterhin die Belange von Selbständigen und Freiberuflerinnen nicht berücksichtigt“, so Angelika Hießerich-Peter, stv. Landesvorsitzende der FDP Saar.

Angelika Hießerich-Peter (FDP),
Quelle: www.fdp-saar.de

Die aktuellen Regelungen konzentrieren sich immer noch ausschließlich auf abhängig Beschäftigte Eltern. „Gerade jungen Frauen wird damit weiterhin der Schritt in die Selbständigkeit erschwert. Nur ca. 15 % der Unternehmensgründungen erfolgen durch Frauen. Ein wichtiger Hinderungsgrund für junge Frauen ist sicher, dass sie bei Mutterschutz und Elternleistungen nach wie vor benachteiligt sind.“ Die Freien Demokraten fordern, dass Gründerinnen und selbständige Unternehmerinnen, die privat versichert sind, bei den Regelungen zu Mutterschutz, Mutterschaftsgeld und Elterngeld mit gesetzlich versicherten Arbeitnehmerinnen gleichgestellt werden. So würden finanzielle Nachteile für Gründerinnen und selbständige Unternehmerinnen in der Familienphase minimiert.

Auch bei der Änderung des Elternzeitgesetzes wäre es für die Familien eine große Hilfe, wenn die Altersgrenze der Kinder, für die Elternzeit in Anspruch genommen werden kann, angehoben worden wäre. Der Anspruch auf Elternzeit besteht aktuell bis zum vollendeten achten Lebensjahr des Kindes. „Erziehungsarbeit endet nicht mit dem achten Geburtstag eines Kindes. Bei einem Schulwechsel nach der Grundschule oder in der Pubertät, gerade jetzt in Zeiten des Homeschooling, kann es sehr wichtig werden, dass ein Elternteil für eine gewisse Zeit stärker präsent ist. Wieder wurde eine Chance verpasst, viele Familien gerade in der aktuellen Krise zu entlasten.“, so Hießerich-Peter abschließend.

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