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Der Bund will den klimafreundlichen Schwerlastverkehr deutlich voranbringen und setzt dabei verstärkt auf Wasserstoff. Das Bundesministerium für Verkehr (BMV) startet ein neues Förderprogramm, mit dem in ganz Deutschland ein erstes Netz von Wasserstofftankstellen für Lkw aufgebaut werden soll. Parallel dazu wird auch die Anschaffung entsprechender Nutzfahrzeuge unterstützt.

Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder betonte bei der Vorstellung des Programms die Bedeutung der Technologie für den Güterverkehr: „Wasserstoff spielt technisch, wirtschaftlich und geopolitisch eine wichtige Rolle für einen klimafreundlichen Schwerlastverkehr und ergänzt batterieelektrische Antriebe sinnvoll. Deshalb haben wir im Koalitionsvertrag die Förderung einer Wasserstoffbetankungsinfrastruktur vereinbart. Heute setzen wir dies konkret um: Wir fördern Wasserstofftankstellen und – in Verbindung mit diesen Tankstellen – auch Wassererstoff-LKW.“ Ziel sei es, den Markthochlauf von Wasserstoff-Lkw verlässlich zu unterstützen, einen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten und die Transformation der deutschen Automobil- und Zulieferindustrie hin zu alternativen Antrieben zu stärken.

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Schnieder verwies dabei auf ein zentrales Hindernis beim Umstieg auf neue Antriebe: „Damit lösen wir das Henne-Ei-Problem: Die Lkw-Fahrer finden verlässliche Betankungsmöglichkeiten und die Tankstellen werden von Beginn an ausgelastet. Schritt für Schritt entsteht so ein zuverlässiges Grundnetz – ein wichtiges Puzzleteil für den Umstieg auf klimafreundliche Antriebe im Schwerlastverkehr. So erleichtern wir Speditionen und Logistikunternehmen den Umstieg.“

Konkret veröffentlicht das BMV am 29. Januar 2026 einen Förderaufruf für den Aufbau eines initialen Netzes zur Betankung schwerer Nutzfahrzeuge mit Wasserstoff in Deutschland. Für diese Maßnahme stellt das Ministerium insgesamt 220 Millionen Euro bereit. Damit sollen bis zu 40 öffentlich zugängliche Wasserstofftankstellen entstehen und zugleich bis zu 400 Wasserstoff-Lkw auf die Straße gebracht werden.

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Im Mittelpunkt steht eine kombinierte Förderung: Unterstützt werden sowohl die Errichtung neuer Tankstellen als auch die Beschaffung von Nutzfahrzeugen mit wasserstoffbasiertem Antrieb. Die Tankstellen müssen die Anforderungen der europäischen Ausbauziele nach der AFIR-Verordnung erfüllen und können mit bis zu 50 Prozent der zuwendungsfähigen Ausgaben gefördert werden. Neufahrzeuge der Klassen N2 und N3 mit Wasserstoffantrieb erhalten einen Zuschuss von bis zu 80 Prozent der zuwendungsfähigen Investitionsmehrausgaben im Vergleich zu einem entsprechenden Dieselfahrzeug. Damit soll auch die Auslastung des gesamten Wasserstofftankstellennetzes steigen, wovon nach Angaben des Ministeriums auch bereits bestehende Anlagen profitieren.

Der Förderaufruf ist zugleich Teil der europäischen Strategie zum Ausbau der Verkehrsinfrastruktur. Er dient der Erreichung der AFIR-Vorgaben auf den TEN-V-Korridoren bis 2030. Projektanträge können bis 31. Mai 2026 über das Portal easy-Online eingereicht werden (foerderportal.bund.de/easyonline). Der vollständige Förderaufruf sowie weitere Unterlagen stehen unter www.ptj.de/foerdermoeglichkeiten/nip/hrs_nfz_2026 bereit.

Begleitend zum Programm bietet das BMV eine Informationsveranstaltung an. Ein Online-Seminar zur Förderung findet am 17. Februar 2026 um 9.30 Uhr statt, eine Anmeldung ist über den veröffentlichten Link möglich. Darüber hinaus kündigt das Ministerium an, im ersten Halbjahr 2026 weitere Förderaufrufe zu veröffentlichen, die sich auf Ladeinfrastruktur für batterieelektrische Lkw beziehen und damit zusätzliche Maßnahmen für klimafreundlichen Schwerlastverkehr vorbereiten.

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