Bild: FC 08 Homburg

Im ersten Pflichtspiel des Jahres kam der FC 08 Homburg gegen den KSV Hessen Kassel nicht über ein Remis hinaus. Nachdem Neuzugang Mounir Bouziane den FCH nach 75 Minuten in Führung gebracht hatte, fing man sich kurz vor Schluss noch den unnötigen Ausgleich. Wieder einmal war es ein individueller Fehler, der bei den Grün-Weißen ein besseres Ergebnis verhinderte.

Es lief bereits die 88. Spielminute im Waldstadion, als Kassel es noch einmal mit einem weiten Ball versuchte. Der schien jedoch völlig harmlos, weit und breit war kein Kasseler zu sehen. Gefahr beschworen die Grün-Weißen dann aber selbst herauf: Tim Stegerer stand Keeper Krystian Wozniak im Weg, der prallte mit dem Abwehrmann zusammen und ließ den Ball fallen. Nutznießer war Kassels Lukas Iksal, der keine Mühe hatte, den Ball über die Linie zu drücken. „Es war ein Abstimmungsproblem“, so FCH-Trainer Timo Wenzel nach dem Spiel. „Wieder haben wir ein Gegentor bekommen durch solch einen Fehler, das müssen wir abstellen.“

Zur Ehrlichkeit gehört aber auch dazu, dass das Unentschieden am Ende leistungsgerecht war. Beide Teams taten sich vor rund 900 Zuschauern über 90 Minuten schwer, Torchancen herauszuspielen. Viele Zweikämpfe und Fouls verhinderten einen echten Spielfluss. Eine der besten Chancen für die Grün-Weißen hatte noch Neuzugang Shako Onangolo, der nach wenigen Sekunden freistehend nur das Außennetz traf. „Wenn er den Ball besser trifft oder die lange Ecke anvisiert, steht es da vielleicht schon 1:0“, ärgerte sich Wenzel über die vergebene Möglichkeit. Stattdessen entwickelte sich ein mäßiges und äußerst chancenarmes Regionalligaspiel. Nur Kassel kam vor dem Halbzeitpfiff noch einmal gefährlich vors Tor, aber Nils Stendera schaffte es allein vor Wozniak nicht, die Kugel im grün-weißen Gehäuse unterzubringen.

Ein Schockmoment dann in der 38. Minute: Daniel di Gregorio grätschte in einen Kasseler Schuss hinein und blieb liegen. Erschrockene Gesichter auf dem Platz und schnell herbeieilende Sanitäter ließen bereits Schlimmes befürchten und tatsächlich hatte sich der Innenverteidiger eine schwere Verletzung am Sprunggelenk zugezogen. Di Gregorio musste mit einer Bahre vom Platz getragen werden, für ihn kam Stefano Maier in die Partie. Viel passierte danach nicht mehr.

Auch in der zweiten Hälfte kam kein richtiger Spielfluss zustande, beide Abwehrreihen standen sicher. Erst in der 75. Minute wurde es wieder gefährlich: Der eingewechselte Philipp Schuck bediente Neuzugang Bouziane mit einem perfekten Zuspiel, der drehte sich einmal um die eigene Achse und schlenzte den Ball ins lange Eck. Eine 1:0-Führung, die wie aus dem Nichts kam – und nicht reichen sollte für drei Punkte. Denn kurz vor Schluss kam es zu besagtem Missverständnis zwischen Stegerer und Wozniak, dass den Nordhessen den Ausgleich auf dem Silbertablett servierte.

„Dann musst du halt den Sack zumachen, indem du richtig gut verteidigst“, kritisierte Wenzel sein Team. So reichte es bei einem eher mäßiger Auftritt der Grün-Weißen nur zu einem 1:1-Unentschieden. Erfreulich war an diesem kalten Nachmittag zumindest die Leistung der beiden Neuzugänge. Während Rechtsaußen Onangolo eine gute Partie zeigte und seine Fähigkeiten gerade im Eins gegen Eins mehr als einmal aufblitzen ließ, erzielte Mittelstürmer Bouziane gleich bei seinem ersten Einsatz im grün-weißen Dress einen Treffer. Auch wenn der am Ende nicht reichte, um den ersten Dreier im Jahr 2022 einzufahren.

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