Bosch Power Tools ordnet seine Führungsspitze grundlegend neu. Zum 1. April 2026 übernimmt Michael Budde den Vorsitz des Bereichsvorstands, Martin Hettich rückt als neues Mitglied in das Gremium auf. Die Umstellung folgt auf eine dreijährige Phase intensiver Restrukturierung, in der das Unternehmen seine Kostenstrukturen überarbeitet und zugleich in neue Produkte investiert hat. Mit der personellen Neuaufstellung will Bosch Power Tools nun den Kurs auf globales Wachstum setzen.
Budde, 56 Jahre alt und seit 1998 in der Bosch-Gruppe, leitet bislang als Vorsitzender den Bereichsvorstand im Geschäftsbereich Mobility Electronics. In dieser Rolle hat er nach Unternehmensangaben strategische Weichenstellungen vorangetrieben und den Bereich weiterentwickelt. Internationale Stationen in den USA und Südkorea prägten seinen Werdegang ebenso wie verschiedene Führungspositionen innerhalb des Konzerns. Der studierte Maschinenbauer, der seinen Abschluss an der Rheinischen Fachhochschule Köln erwarb, löst Thomas Donato ab, der die Bosch-Gruppe auf eigenen Wunsch zum 31. März 2026 verlässt, um seine Karriere außerhalb des Unternehmens fortzusetzen. Donato hatte den Vorsitz bei Power Tools seit Juni 2023 inne. Die Nachfolge Buddes bei Mobility Electronics übernimmt Peter Wolfangel.
Mit Martin Hettich holt Bosch einen Manager von außen in den Bereichsvorstand, der über mehr als 30 Jahre Erfahrung in der Konsumgüterindustrie verfügt. Der 61-Jährige war von 1994 bis 2024 bei Procter & Gamble tätig, zuletzt als Senior Vice President im Bereich Fabric Care. Seine Kernkompetenz liegt in der strategischen Positionierung und Profilierung von Konsumgütermarken auf internationaler Ebene. Zuletzt beriet er als Senior Consultant Unternehmen zu Innovationen und Wachstumsstrategien. Hettich folgt auf Lennart de Vet, der innerhalb der Bosch-Gruppe eine neue Aufgabe übernehmen wird, die zu einem späteren Zeitpunkt kommuniziert werden soll. Neben den regionalen Zuständigkeiten sowie Marketing und Vertrieb, die bisher bei de Vet lagen, übernimmt Hettich von Donato auch die Verantwortung für die Business Units. Dr. Katharina Hartl bleibt als drittes Mitglied im Bereichsvorstand und verantwortet weiterhin die kaufmännischen Aufgaben.
Katja von Raven, Vorsitzende des Aufsichtsrats der Robert Bosch Power Tools GmbH und Mitglied der Geschäftsführung der Robert Bosch GmbH, ordnete die Personalentscheidungen ein: „Michael Budde bringt langjährige Erfahrung in der Bosch-Gruppe mit und hat zuletzt den Geschäftsbereich Mobility Electronics mit strategischer Weitsicht und Umsetzungsstärke erfolgreich weiterentwickelt. Mit Martin Hettich gewinnen wir zudem einen ausgewiesenen Experten für Konsumgüter, der weitreichende internationale Erfahrung vorweisen kann.“ Gemeinsam mit Hartl werde der neue Bereichsvorstand maßgebliche Impulse für die Weiterentwicklung von Bosch Power Tools setzen.
Von Raven würdigte zugleich die Arbeit der scheidenden Führungskräfte. In den vergangenen drei Jahren seien mit entschlossenen Restrukturierungen und der Vorbereitung zahlreicher erfolgreicher Produkteinführungen eine starke Basis für die Zukunft geschaffen worden. „Dafür danken wir Thomas Donato ausdrücklich“, sagte sie. Auch de Vet habe in rund 25 Jahren und verschiedenen Funktionen maßgeblich zum Erfolg von Power Tools beigetragen. „Mit der neuen Führungsspitze richten wir nun unseren Fokus konsequent auf globales Wachstum. Die Neuaufstellung des Bereichsvorstands ist hierfür ein klares Signal“, betonte von Raven.
Der Hintergrund der Umstrukturierung ist ein Marktumfeld, das von hoher Dynamik und intensivem Wettbewerb geprägt bleibt. Bosch Power Tools hat darauf in den vergangenen Jahren mit umfangreichen Programmen zur Kostenreduktion reagiert und parallel in neue Produkte und Kompetenzen investiert. Nun gelte es, so von Raven, die weltweiten Wachstumsambitionen konsequent zu verfolgen, die Kostenmaßnahmen weiter umzusetzen und Kunden wie Nutzer in den Märkten bestmöglich zu bedienen. Die Bosch-Gruppe insgesamt beschäftigt weltweit rund 412.000 Mitarbeitende und erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2025 nach vorläufigen Zahlen einen Umsatz von 91 Milliarden Euro.





















