Moderne Fahrzeuge werden immer komplexer – und mit ihnen die Suche nach der richtigen Reparaturlösung. Genau hier setzt Bosch mit einer neuen Funktion für seine Diagnosesoftware ESI[tronic] an: Ein KI-basierter Assistent soll Werkstätten künftig dabei helfen, Fehlerbilder schneller zu erkennen und passgenaue Lösungswege zu finden. Vorgestellt wird die Neuerung auf der Fachmesse Automechanika in Frankfurt, ausgeliefert dann Ende des Jahres mit dem Software-Update 2026/4.
Der Grundgedanke dahinter ist einfach: Statt sich mühsam durch verschiedene Datenquellen zu arbeiten, sollen Mechanikerinnen und Mechaniker direkt zur relevanten Information gelangen. Der Assistent analysiert dazu vorhandene Fehlerbilder und greift auf die von Bosch bereitgestellten Daten zurück – etwa auf Diagnosedaten, Reparaturanleitungen und Originalinformationen der Fahrzeughersteller. Ergänzend zieht das System weitere verfügbare Quellen heran und ermittelt eigenständig mögliche Lösungsansätze.
Auf dieser Basis liefert der KI-Assistent je nach Fahrzeug, Fehler und Anforderung die passende Reparaturoption, das gesuchte Dokument oder die benötigte Information. Für Werkstätten entsteht daraus eine strukturierte Entscheidungsgrundlage, die den Diagnoseprozess verkürzen und den Arbeitsalltag effizienter gestalten soll.
Besonderen Wert legt Bosch nach eigenen Angaben auf eine einfache Bedienung. Schon die Eingabe eines Fehlercodes oder eines kurzen Stichworts genügt, um fundierte Vorschläge zu erhalten. Ein langwieriger Dialog ist dafür nicht nötig – die Fachkräfte können sich weiterhin auf die eigentliche Reparatur konzentrieren.
Gleichzeitig versteht sich das System nicht nur als Suchhilfe, sondern als kontinuierlicher Dialogpartner. Während des gesamten Reparaturprozesses lassen sich neue Fragen einbringen, einzelne Diagnoseschritte hinterfragen oder alternative Wege prüfen. Gerade bei kniffligen Fehlerbildern soll die interaktive Begleitung den Unterschied machen.
Verfügbar wird die neue Funktion für die ESI[tronic]-Pakete Advanced und Master sein, und zwar innerhalb der bestehenden Softwarelizenz ohne zusätzliche Kosten. Der Assistent baut dabei auf den etablierten Stärken der Software auf – von umfassenden Diagnosefunktionen über den Zugriff auf Herstellerdaten bis zur erfahrungsbasierten Reparatur, die auf einer großen Datenbasis wiederkehrender Fehlerfälle bewährte Lösungen bereithält. Die Kombination aus diesen erprobten Werkzeugen und intelligenter Assistenz soll Werkstätten künftig gezielt bei der wachsenden technischen Komplexität moderner Fahrzeuge entlasten.



















