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In der deutschen Gründerszene ist die Richtung für 2026 klar abgesteckt: Künstliche Intelligenz dominiert die Diskussion, dicht gefolgt von Fragen der digitalen Souveränität. Eine aktuelle Umfrage unter Tech-Startups zeigt, welche Technologien aus Sicht der Gründerinnen und Gründer das kommende Jahr prägen werden – und welche Hypes an Bedeutung verlieren.

Laut einer Erhebung im Auftrag des Digitalverbands Bitkom sehen 86 Prozent der befragten Tech-Startups Künstliche Intelligenz als wichtigsten Technologietrend 2026. Damit steht KI mit deutlichem Abstand an der Spitze. Gleichzeitig rücken Themen in den Vordergrund, die sich um Sicherheit, Datenschutz und Kontrolle über Daten drehen. Rund jedes zweite Startup nennt Cybersicherheit und sogenannte Privacy Tech, also Technologien für den Datenschutz, als prägenden Trend. Der Anteil liegt hier bei 52 Prozent.

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Nahezu ebenso viele junge Tech-Unternehmen setzen auf souveräne Cloud- und Edge-Lösungen. 51 Prozent sehen in diesen Technologien ein Schlüsselthema für das Jahr 2026. Gemeint sind Ansätze, mit denen Daten unabhängig und dezentral verarbeitet und gespeichert werden können. Data Sovereignty, also Technologien zur Wahrung der Datenhoheit, wird von 50 Prozent der Startups als wichtiger Trend genannt. Die Ergebnisse stammen aus einer Onlinebefragung von 133 Gründerinnen und Gründern von Tech-Startups in Deutschland.

„Es ist ein deutliches Signal, dass Startups das Thema digitale Souveränität neben KI in den Mittelpunkt stellen. Startups sind besonders dicht dran an technologischen Entwicklungen, ihre Einschätzung hat auch Bedeutung für die Gesamtwirtschaft“, sagte Bitkom-Präsident Dr. Ralf Wintergerst. „Sowohl bei KI als auch rund um digitale Souveränität entwickeln deutsche Startups innovative Lösungen. Sie müssen wir vor allem in Wirtschaft und Verwaltung stärker nutzen.“

Neben KI und digitaler Souveränität tauchen weitere Technologiefelder auf, die aus Sicht der Gründerinnen und Gründer 2026 wichtig werden. Etwa vier von zehn Befragten (44 Prozent) nennen autonome Systeme wie selbstfahrende Fahrzeuge oder Drohnen als Trendthema. Dahinter folgen Biotechnologie, Gesundheitstechnologien und Bio-KI mit 31 Prozent. Robotik kommt auf 30 Prozent, Quantentechnologien auf 29 Prozent.

Rund jedes vierte Startup sieht humanoide Roboter (24 Prozent) sowie Raumfahrttechnologien (23 Prozent) als relevante Trends für das kommende Jahr. 21 Prozent der Befragten verweisen auf Halbleiter- und Hardware-Innovationen, etwa neuromorphe Chips. Deutlich seltener werden Umwelttechnologien (14 Prozent), Blockchain (13 Prozent) sowie Virtual und Augmented Reality (7 Prozent) genannt. Am Ende der Skala steht das Metaverse, das nur 5 Prozent der Startups als prägenden Trend für 2026 einschätzen.

Die Umfrage wurde von Bitkom Research im Auftrag des Digitalverbands Bitkom durchgeführt. Befragt wurden 133 Tech-Startups in Deutschland online im Zeitraum von Kalenderwoche 3 bis Kalenderwoche 6 im Jahr 2026. Die Erhebung ist nicht repräsentativ, liefert nach Angaben des Verbands aber ein aussagekräftiges Stimmungsbild für die Tech-Startup-Szene in Deutschland. Grundlage war die Frage: „Welche der folgenden Technologien und technologischen Trends werden das Jahr 2026 aus deiner Sicht prägen?“

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