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Beim Blick aufs Smartphone zeigt sich, wie sehr sich der Lebensmitteleinkauf verändert hat: Neben Messenger, Bank-App und Navigationsdienst liegen bei vielen Menschen inzwischen gleich mehrere Anwendungen von Supermärkten und Discountern. Pünktlich zum Start der Grünen Woche in Berlin legt der Digitalverband Bitkom neue Zahlen vor, die zeigen, wie verbreitet diese Einkaufs-Apps inzwischen sind – und wofür sie tatsächlich genutzt werden.

Nach der repräsentativen Umfrage unter 1.120 Internetnutzenden ab 16 Jahren in Deutschland greifen zwei Drittel, konkret 67 Prozent, auf mindestens eine App von Lebensmittelhändlern zurück. Gemeint sind Anwendungen von Ketten wie Rewe, Edeka, Netto, Lidl Plus, Flink oder Kaufland. „Beim Lebensmitteleinkauf wollen Verbraucherinnen und Verbraucher Vorteile ohne Umwege“, sagte Bitkom-Retail-Expertin Nastassja Hofmann. „Apps bündeln Rabatte und Coupons, speichern Belege, stellen Produktinformationen dar oder ermöglichen die Bezahlung direkt per App.“

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Die Studie zeigt außerdem, dass viele nicht nur eine, sondern gleich mehrere dieser Anwendungen installiert haben. Knapp jede und jeder Fünfte, also 21 Prozent der Befragten, nutzt fünf oder mehr spezielle Apps für den Lebensmitteleinkauf. 8 Prozent geben an, vier solcher Apps zu verwenden, 12 Prozent kommen auf drei Apps und 14 Prozent auf zwei. Bei 12 Prozent ist genau eine App im Einsatz. Im Durchschnitt haben die Befragten damit vier Apps von Lebensmittelhändlern auf ihrem Smartphone.

Besonders gefragt sind Funktionen, die beim Sparen helfen. Unter den Nutzerinnen und Nutzern von Lebensmittel-Apps verwenden 77 Prozent Angebote und Rabatte. 73 Prozent greifen auf digitale Kundenkarten und Treueprogramme zurück, etwa für Treuepunkte oder Gewinnspiele. Digitale Kassenbons, die den Papierbeleg ersetzen, nutzen 44 Prozent. Deutlich seltener werden bislang Funktionen zur Einkaufsplanung eingesetzt: Nur 22 Prozent verwenden digitale Einkaufslisten oder Kochrezepte über die Apps.

Auch andere Serviceangebote spielen bisher eine eher untergeordnete Rolle. Informationen zu Öffnungszeiten oder der direkte Kundensupport werden von 21 Prozent genutzt. Die Möglichkeit, Lebensmittel online zu bestellen, verwenden 20 Prozent der App-Nutzenden. Am seltensten werden Produktinformationen abgefragt: Nur 16 Prozent geben an, diese Funktion in den Apps der Lebensmittelhändler zumindest hin und wieder zu nutzen.

Die Erhebung wurde von Bitkom Research im Auftrag des Digitalverbands Bitkom durchgeführt. Befragt wurden 1.120 Internetnutzende in Deutschland ab 16 Jahren, darunter 748 Nutzerinnen und Nutzer von Lebensmittel-Apps. Die Umfrage fand im Zeitraum von Kalenderwoche 40 bis Kalenderwoche 41 im Jahr 2025 statt und ist nach Angaben des Verbands repräsentativ. Grundlage waren unter anderem die Fragen: „Wie viele Apps von Lebensmittelhändlern, wie z.B. REWE, Edeka, Netto, Lidl Plus, Flink oder Kaufland haben Sie auf Ihrem Smartphone installiert?“ und „Welche der folgenden Funktionen und Anwendungen nutzen Sie bei den Apps von Lebensmittelhändlern zumindest hin und wieder?“.

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Die neuen Zahlen erscheinen zum Auftakt der Grünen Woche am 16. Januar 2025 in Berlin, bei der sich vieles um moderne Ernährung und Landwirtschaft dreht – und damit auch um die Frage, wie der digitale Alltag beim Lebensmitteleinkauf inzwischen aussieht.

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