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Symbolbild: jarmoluk
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Immer mehr Männer im Saarland sind alkoholabhängig. Das zeigt der Alkoholatlas der BARMER.

Demnach hat sich der Anteil männlicher Saarländer mit ärztlich diagnostizierter Alkoholerkrankung vom Jahr 2016 bis zum Jahr 2021 um 22 Prozent erhöht. Damit kamen in dem Bundesland auf 10.000 Männer 202 Alkoholabhängige Jahr 2021. Im gleichen Zeitraum stieg der Anteil alkoholkranker Menschen im Saarland um nur fünf Prozent auf 136 Alkoholerkrankte je 10.000 Menschen. Bei den Saarländerinnen sank der Anteil zwischen dem Jahr 2016 und dem Jahr 2021 sogar um neun Prozent auf 81 Alkoholabhängige je 10.000 Frauen. „Gerade ein früher Behandlungsbeginn bei einer psychischen oder körperlichen Alkoholabhängigkeit ist entscheidend. Je eher man mit einer Therapie startet, umso leichter fällt Betroffenen der Alkoholentzug“, sagt Dunja Kleis, Landesgeschäftsführerin der BARMER in Rheinland-Pfalz und im Saarland. Wer glaube, ein Alkoholproblem zu haben, solle zunächst ärztlichen Rat suchen und dabei offen über den eigenen Alkoholmissbrauch sprechen.

Junge Männer mit besonders hohen Zuwächsen bei Alkoholsucht

Treiber der Negativentwicklung unter saarländischen Männern sind zunehmende Alkoholerkrankungen bei Jüngeren. So ist laut BARMER-Alkoholatlas der Anteil männlicher Patienten im Alter von 20 bis 29 Jahren mit Alkoholerkrankung im Saarland vom Jahr 2016 bis zum Jahr 2021 um 24 Prozent gestiegen. Das entspricht 52 Alkoholerkrankten je 10.000 saarländischer Männer in diesem Alter im Jahr 2021. Im gleichen Zeitraum wuchs der Anteil unter allen 20- bis 29-Jährigen im Saarland um 18 Prozent auf 40 Alkoholerkrankte je 10.000 junge Erwachsene. Bei den 20- bis 29-jährigen Saarländerinnen stieg der Anteil vom Jahr 2016 bis zum Jahr 2021 um nur acht Prozent auf 27 Alkoholkranke je 10.000 Frauen in dieser Altersgruppe.

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„Auch eine Suchtberatung kann eine gute, erste Anlaufstelle sein, um den Alkoholentzug anzugehen. Manchmal ist der Entzug in einer Suchtklinik der beste Weg aus der Alkoholerkrankung“, erklärt Kleis. Betroffene kämen hier aus dem gewohnten Umfeld heraus und könnten sich ganz auf das Ziel konzentrieren, Geist und Körper vom schädlichen Alkoholkonsum zu entwöhnen.

Ältere Männer sind besonders oft alkoholabhängig

Der BARMER-Alkoholatlas zeigt auch, dass ältere Männer im Saarland besonders oft von einer Alkoholerkrankung betroffen sind. So stellten im Jahr 2021 Ärzte in der Gruppe der 60- bis 69-jährigen Saarländer 369 Alkoholabhängigkeitsdiagnosen je 10.000 Männer in dieser Altersgruppe. Das waren rund sieben Mal so viele wie zum Beispiel bei den 20- bis 29-jährigen männlichen Saarländern. Vom Jahr 2016 bis zum Jahr 2021 stieg der Anteil Alkoholabhängiger unter den 60- bis 69 Jahre alten saarländischen Männern um 15 Prozent.

„Bei alten Menschen führt Alkohol schneller zu körperlichen Schädigungen. Hinzu kommt, dass viele ältere Menschen eine Reihe von Medikamenten einnehmen, was in Kombination mit Alkohol zu gefährlichen Wechselwirkungen führen kann“, erläutert BARMER-Landesgeschäftsführerin Kleis. Um einen anhaltenden Behandlungserfolg zu erreichen, benötige eine Entwöhnungstherapie bei älteren Menschen mit Alkoholerkrankung meist mehr Zeit.

Quelle: BARMER Rheinland-Pfalz/Saarland

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