Nachdem die Landesregierung auf Antrag der Homburger LINKEN-Abgeordneten Barbara Spaniol zum aktuellen Sachstand des Vorhabens einer zusätzlichen Trinkwasserentnahme des Mineralwasserkonzerns MEG in Kirkel im Umweltausschuss des Landtages berichtet hat, fordert Spaniol das Umweltministerium auf, alle Maßnahmen auf den Weg zu bringen, um eine Trinkwasserförderung für kommerzielle Zwecke zu verhindern.

Barbara Spaniol, DIE LINKE

„Es ist gut, dass bisher noch kein Antrag der MEG bezüglich einer Erhöhung der Wasser-Fördermenge vorliegt. Abwarten, ob ein Antrag auf Hauptbohrung kommt, ist aber leider zu wenig. Hier muss vorgebeugt werden. Die Landesregierung hat sich im Ausschuss klar dazu bekannt, einer Kommerzialisierung des saarländischen Grundwassers entgegen zu treten. Diesem Bekenntnis müssen nun auch Taten folgen,“ so Spaniol. Die Forderungen der Kirkeler Bürgerinitiative „Grundwasserschutz Saar“, Probebohrung und Planung von Wasserleitungen auf dem SaarForst-Gelände unterbinden zu lassen, sieht das Umweltministerium laut Ausschussdiskussion offenbar ebenso als eine Eingriffsmöglichkeit in das Verfahren mit Blick auf Bohransatzpunkt und Leitungstrasse. Spaniol dazu: „Genau solche Anstrengungen müssen jetzt kommen, um einen Trinkwasser-Raubbau in unserer Region von vorneherein zu verhindern.“

Es sei zu begrüßen, dass das Land sich an dem von der Gemeinde Kirkel mit dem kommunalen Wasserversorger angekündigten Gutachten – auf aktueller Datengrundlage – finanziell beteiligen will. „Hier muss das Land auch beim Wort genommen werden. Ziel ist es, mit größtmöglicher Transparenz die Auswirkungen der geplanten Trinkwasserförderung auf das Grundwasser schon vor einer genehmigten Brunnenbohrung zu erreichen und die Brunnenpläne zu stoppen, bevor es zu spät ist für Trinkwasserschutz und –versorgung,“ so die Homburger Abgeordnete abschließend.

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