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Zehn Bundesländer starten am kommenden Wochenende gleichzeitig in die Osterferien – und der ADAC rechnet mit einer der stärksten Reisewellen des Jahres auf Deutschlands Autobahnen. Wer zwischen dem 27. und 29. März unterwegs ist, sollte sich auf teils erhebliche Verzögerungen einstellen, denn neben dem enormen Ferienverkehr sorgen auch zunehmende Bautätigkeit und die Überlagerung mit dem Berufsverkehr für ein brisantes Gemisch auf den Fernstraßen.

Baden-Württemberg, Bayern, Berlin, Brandenburg, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Sachsen-Anhalt und Schleswig-Holstein schicken ihre Schülerinnen und Schüler in die Pause. Bremen und Niedersachsen befinden sich bereits seit einer Woche in den Osterferien. Damit rollt ein gewaltiger Schwung Reiseverkehr auf die Hauptrouten zu, der sich vor allem am Freitagnachmittag entladen dürfte. An diesem 27. März treffen Pendler auf dem Heimweg und Urlauber auf dem Weg in den Süden oder an die Küsten frontal aufeinander – der ADAC stuft den Freitag als verkehrsreichsten Tag des Wochenendes ein.

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Die klassischen Staustrecken werden dabei besonders hart getroffen. In Richtung Nord- und Ostsee zählen die A1 zwischen Hamburg und Fehmarn sowie die A7 von Hamburg über Hannover bis Kassel zu den neuralgischen Abschnitten. Wer die Alpen oder Mittelgebirge ansteuert, muss auf der A8 zwischen Karlsruhe und Salzburg, der A9 von Halle über Nürnberg nach München sowie der A95 Richtung Garmisch-Partenkirchen mit langen Wartezeiten rechnen. Auch der Berliner Ring, die A3 zwischen Würzburg und Passau und die A5 von Frankfurt bis Basel gehören zu den Engpass-Kandidaten. Weil die Osterferien in diesem Jahr vergleichsweise früh liegen, zieht es zudem viele Reisende in die Wintersportgebiete, was den Druck auf die Alpenrouten zusätzlich erhöht.

Am Samstagvormittag bleibt die Lage nach Einschätzung des ADAC angespannt, erst im weiteren Tagesverlauf dürfte sich die Situation etwas entspannen. Der Sonntag verspricht hingegen deutlich ruhigere Verhältnisse. Erschwerend kommt hinzu, dass die Zahl der Autobahnbaustellen weiter steigt, auch wenn der Jahreshöchststand noch nicht erreicht ist. Die Kombination aus Ferienverkehr und verengten Fahrbahnen macht flexible Reiseplanung in diesem Jahr besonders wichtig.

Jenseits der deutschen Grenzen sieht es kaum besser aus. In Österreich gelten die Tauernautobahn, die Inntalautobahn und die Brennerautobahn zwischen Innsbruck und dem Brennerpass als besonders belastet. Die Schweiz erwartet Staus auf der A1 zwischen Bern und St. Margrethen, auf der Gotthardroute der A2 von Luzern bis Chiasso sowie auf der A3 von Basel nach Chur. In Italien ist vor allem die Brennerroute auf der A22 betroffen, und in den beliebten Südtiroler Tälern – Pustertal, Grödnertal, Gadertal und Vinschgau – müssen Reisende mit erhöhtem Aufkommen rechnen.

Mit Blick auf das eigentliche Osterwochenende warnt der ADAC bereits jetzt vor dem Gründonnerstag. Im vergangenen Jahr gehörte dieser Tag zu den zehn staureichsten des gesamten Jahres, wobei sich die Belastung vor allem auf die Nachmittags- und Abendstunden konzentrierte. Auch 2026 erwartet der Automobilclub am Gründonnerstag den stärksten Reiseverkehr. Am Ostermontag, dem 6. April, dürfte es dann nachmittags auf den Rückreiserouten eng werden, während der Ostersonntag selbst voraussichtlich der ruhigste Tag der gesamten Ferienzeit sein wird. Wer zeitlich flexibel ist, fährt also am besten sonntags – oder weicht auf die frühen Morgenstunden aus.

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