Symbolbild

Ein symbolischer Stabwechsel auf dem größten Branchentreffen der deutschen Brauwirtschaft: Saarlands Ministerpräsidentin Anke Rehlinger hat ihr Ehrenamt als „Botschafterin des Bieres“ an Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer weitergereicht. Die Übergabe fand am gestrigen Abend beim Deutschen Brauertag in Berlin statt, wo der Deutsche Brauer-Bund die traditionsreiche Auszeichnung an den neuen Amtsinhaber verlieh.

Rehlinger, die den Titel im vergangenen Jahr selbst entgegengenommen hatte, blickte sichtlich gerne auf ihre Amtszeit zurück. „Das Amt der Bierbotschafterin hat mir viel Freude bereitet“, sagte sie bei der Zeremonie. Die Auszeichnung sei mehr als ein repräsentativer Titel: Sie würdige eine Branche, in der Tradition, Handwerkskunst und wirtschaftliche Schlagkraft eng ineinandergreifen.

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In ihrer Laudatio auf den Nachfolger betonte die Ministerpräsidentin den gesellschaftlichen Stellenwert der deutschen Brauereien. Diese leisteten einen wichtigen Beitrag für Arbeitsplätze, Kultur und das gesellschaftliche Leben – und prägten zugleich regionale Identitäten. Eine Wertschöpfung, die sich nicht allein in Zahlen messen lasse, sondern auch in Wirtshäusern, Festen und Brauchtum vor Ort sichtbar werde.

Ihrem Nachfolger gab Rehlinger einen persönlichen Wunsch mit auf den Weg. Sie danke dem Deutschen Brauer-Bund für die besondere Auszeichnung und wünsche Alois Rainer „eine glückliche Hand und stets gute Gespräche mit den Menschen, die diese traditionsreiche Branche prägen“. Der Brauwirtschaft bleibe sie auch nach dem Ende ihrer Amtszeit eng verbunden.

Der Deutsche Brauertag versammelt traditionell hochrangige Gäste aus Wirtschaft, Wissenschaft, Verbänden und Politik. Die Ehrung zum „Botschafter des Bieres“ wird seit vielen Jahren an Persönlichkeiten vergeben, die sich in besonderer Weise für Handwerk, Mittelstand und regionale Wertschöpfung stark machen. Sie gilt als eine der renommiertesten Auszeichnungen der Branche.

Mit Alois Rainer übernimmt nun ein Bundesminister das Ehrenamt, dessen Ressort Landwirtschaft, Ernährung und Heimat thematisch eng mit den Anliegen der Brauwirtschaft verknüpft ist. Für Rehlinger endet damit ein Jahr, in dem sie als Stimme einer Branche auftrat, die zwischen jahrhundertealtem Reinheitsgebot und modernen Marktbedingungen ihren Platz behaupten muss.

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