Kurz vor dem Start der Winterferien füllen sich die Autobahnen: Am kommenden Wochenende von Freitag, 30. Januar, bis Sonntag, 1. Februar, rechnet der ADAC mit deutlich mehr Verkehr in vielen Regionen Deutschlands. Vor allem der Freitagnachmittag gilt als kritischer Zeitpunkt, wenn zahlreiche Familien und Urlauber in Richtung Skigebiete oder Küsten aufbrechen.
Auslöser für das steigende Verkehrsaufkommen sind die einwöchigen Winterferien in Berlin, Brandenburg und Sachsen-Anhalt. In Bremen, Niedersachsen und Schleswig-Holstein sorgen zudem verlängerte Wochenenden mit zwei schulfreien Tagen für zusätzliche Fahrten. In Hamburg ist der 30. Januar schulfrei, was ebenfalls mehr Kurzreisen erwarten lässt. Der ADAC geht davon aus, dass sich der Reiseverkehr ab Freitagnachmittag deutlich verstärkt – sowohl in Richtung Alpen und Mittelgebirge als auch an die Nord- und Ostseeküste.
Neben der Anreisewelle am Freitag spielt auch der Rückreiseverkehr eine Rolle. Am Sonntagnachmittag wird es nach Einschätzung des Automobilclubs erneut voll auf den Autobahnen. Dann sind nicht nur Wochenendurlauber unterwegs, sondern auch Reisende aus Bundesländern, in denen die Schulferien bereits laufen. Zwar ist die Zahl der Baustellen im Winter geringer als in anderen Jahreszeiten, doch bestehende Dauerbaustellen können den Verkehr zusätzlich bremsen und für Staus sorgen.
Ein weiterer Unsicherheitsfaktor sind winterliche Straßenverhältnisse. Schnee, Eisregen oder glatte Fahrbahnen können die Lage regional deutlich verschärfen. Bei solchen Bedingungen steigt die Staugefahr spürbar an, weil langsamer gefahren werden muss und es häufiger zu Unfällen kommt. Der ADAC nennt eine Reihe von Autobahnen, auf denen mit besonders hohem Staurisiko zu rechnen ist: Dazu gehören unter anderem die A1 von Köln über Dortmund, Münster und Osnabrück bis Bremen und Hamburg, die A2 von Oberhausen über Dortmund, Hannover und Braunschweig nach Magdeburg sowie die A3 von Oberhausen über Köln, Frankfurt, Würzburg und Nürnberg bis Passau und weiter Richtung Linz. Auch die A4 bei Aachen und Köln sowie zwischen Dresden und Görlitz, die A7 von Hannover über Kassel, Fulda, Würzburg und Ulm bis Füssen/Reutte, die A8 Stuttgart – München – Salzburg, die A9 Halle/Leipzig – Nürnberg – München, der Berliner Ring A10, die A12 zum Grenzübergang Frankfurt (Oder), die A13 zwischen Dresden und dem Schönefelder Kreuz, die A27 Bremen – Bremerhaven, die A93 bei Rosenheim, die A95 München – Garmisch-Partenkirchen und der Münchner Autobahnring A99 gelten als besonders belastet.
Auch im Ausland bleibt die Lage auf wichtigen Reiserouten angespannt. In Österreich rechnet der ADAC vor allem auf der A10 Tauern Autobahn sowie auf der A13 Brenner Autobahn zwischen Innsbruck und dem Brenner mit Verzögerungen. In der Schweiz sind Staus und Behinderungen vor allem auf der A1 zwischen Bern und St. Margrethen, auf der A2 zwischen Luzern und Basel sowie auf der Gotthard-Route bis Chiasso möglich. Zusätzlich kann es auf der A3 von Basel über Zürich nach Chur eng werden. In Italien konzentriert sich die angespannte Verkehrslage vor allem auf die A22 Brennerroute sowie auf die Straßen in den Urlaubsregionen Pustertal, Grödnertal, Gadertal und im Vinschgau.
Besondere Aufmerksamkeit verlangt derzeit die Brennerroute. Im Baustellenbereich der Luegbrücke auf der A13 in Österreich wird Section Control eingesetzt. Zwischen dem Beginn der Luegbrücke und Brenner Nord werden bei erlaubten 60 km/h Kennzeichen und Durchschnittsgeschwindigkeit erfasst. Tempoverstöße werden dort mit teils hohen Bußgeldern geahndet, was für Reisende zusätzliche Konsequenzen haben kann.
Für Fahrten in den Winterurlaub rät der ADAC zu einer sorgfältigen Vorbereitung auf mögliche winterliche Bedingungen. Im Fahrzeug sollten ausreichend warme Kleidung, Decken, Getränke und kleine Snacks vorhanden sein. Eiskratzer, Schneebesen, Starthilfekabel, Taschenlampe, Warndreieck, Warnwesten und ein vollgeladenes Mobiltelefon gehören ebenfalls zur Grundausstattung. In alpinen Regionen sind Schneeketten sinnvoll. Vor Fahrtantritt empfiehlt der Club, sich über die aktuelle Wetter- und Verkehrslage zu informieren.




















