Nach Wochen voller Feiertage und Ferienstarts dürfte das kommende Wochenende vom 12. bis 14. Juni für viele Autofahrer beinahe entspannt wirken – zumindest auf dem Papier. Der ADAC rechnet zwar mit weniger Reiseverkehr als zuletzt, warnt aber dennoch vor erheblichen Behinderungen auf den deutschen Autobahnen. Schuld daran sind der wachsende Ausflugs- und Wanderverkehr, rund 1.000 Baustellen sowie verschärfte Grenzkontrollen rund um den G7-Gipfel im französischen Évian-les-Bains.
Die kritischste Phase erwartet der Automobilclub für den Freitagnachmittag. Wenn sich Berufspendler, Wochenendheimkehrer und die ersten Ausflügler auf denselben Strecken begegnen, sind Staus programmiert. Auch der Samstag- und Sonntagvormittag dürfte vor allem rund um die beliebten Naherholungsgebiete für zähen Verkehr sorgen. Am Sonntagnachmittag und -abend kommt schließlich die klassische Rückreisewelle hinzu.
Zu den staugefährdetsten Fernstrecken zählen klassische Nord-Süd- und Ost-West-Verbindungen: die A1 zwischen Fehmarn und Köln, die A2 von Oberhausen bis Magdeburg sowie die A3 zwischen Arnheim und Frankfurt und im Abschnitt Linz – Passau. Auch auf der A4, A5, A6, A7 und A8 dürfte es eng werden. Hinzu kommen die A9 zwischen Berlin und Halle/Leipzig, der Berliner Ring A10 sowie der Autobahnring A99 rund um München.
In den klassischen Reiseregionen bleiben zahlreiche Abfahrtssperren bestehen, mit denen Behörden den Ausweichverkehr aus den Ortschaften fernhalten wollen. Betroffen sind in Bayern vor allem die A7 im Ostallgäu, die A8 in den Landkreisen Rosenheim, Miesbach und Berchtesgadener Land sowie die Inntalautobahn A93 samt B2 und B23 im Landkreis Garmisch-Partenkirchen. Auch in Tirol gelten weiterhin Fahrverbote auf Landes- und Nebenstraßen in den Bezirken Innsbruck, Innsbruck-Land, Kufstein, Imst und Reutte – jeweils samstags sowie an Sonn- und Feiertagen zwischen 7 und 19 Uhr.
Wer Richtung Süden aufbricht, sollte auch jenseits der Grenze Geduld mitbringen. In Österreich melden Westautobahn A1, Pyhrnautobahn A9, Tauernautobahn A10, Inntalautobahn A12 und Brennerautobahn A13 hohes Verkehrsaufkommen und Baustellen. Auf der Brennerroute sorgt zudem die anhaltende Sanierung der Luegbrücke für Engpässe. In Italien rechnet der ADAC mit dichtem Verkehr auf der Brennerautobahn A22 sowie auf den Verbindungen zwischen der Schweizer Grenze, Mailand und Genua.
Eine zusätzliche Hürde stellt der G7-Gipfel dar, der vom 10. bis 19. Juni in Évian-les-Bains am südlichen Genfersee tagt. Die Schweiz hat deshalb verstärkte Kontrollen an ihrer Grenze zu Frankreich angeordnet – Reisende müssen dort mit spürbaren Verzögerungen rechnen. Auch im Inneren der Eidgenossenschaft bleiben die Hauptachsen stark belastet, allen voran die A1 zwischen Bern und St. Margrethen, die Gotthard-Route auf der A2, die A3 zwischen Basel, Zürich und Chur sowie die San-Bernardino-Route auf der A13.
Und schließlich ein Hinweis für alle, die aus dem Ausland zurückkehren: Wegen der weiterhin bestehenden Grenzkontrollen bei der Einreise nach Deutschland kann es auch an den hiesigen Übergängen zu Wartezeiten kommen. Wer flexibel ist, fährt am besten früh morgens oder in den späten Abendstunden – und plant Pausen lieber großzügig ein.























