Wer am kommenden Wochenende auf Deutschlands Autobahnen unterwegs ist, sollte Geduld einpacken. Zwar sind die Sommerferien vorbei, doch entspannt sich die Lage auf den Straßen deshalb noch lange nicht. Der ADAC rechnet für das Wochenende vom 18. bis 20. September erneut mit dichtem Verkehr und zahlreichen Staus.
Die Gründe dafür sind vielfältig. Ausflügler und Urlauber, die nicht an die Schulferien gebunden sind, drängen weiterhin auf die Fernstraßen. Hinzu kommt der wieder anziehende Berufsverkehr und eine Vielzahl an Baustellen. Besonders voll wird es auf den Verbindungen Richtung Süden sowie auf den Routen in beliebte Ausflugs- und Urlaubsgebiete.
Einen zusätzlichen Brennpunkt macht der Automobilclub rund um München aus. Am Samstag startet das Oktoberfest, was in der bayerischen Landeshauptstadt für ein deutlich erhöhtes Verkehrsaufkommen sorgen dürfte. Auch der öffentliche Nahverkehr wird nach Einschätzung des ADAC stark ausgelastet sein.
Zu den staugefährdeten Strecken zählen quer durch die Republik unter anderem die A1 zwischen Fehmarn und Köln, die A3 von Oberhausen bis Passau, die A7 auf ihrer gesamten Nord-Süd-Achse bis Füssen sowie die A8 zwischen Karlsruhe, München und Salzburg. Auch der Berliner Ring, der Autobahnring München und die Verbindungen im Ruhrgebiet gehören zu den kritischen Abschnitten.
Ein Blick auf die Baustellen verdeutlicht das Problem: Rund 1.000 solcher Engstellen gibt es derzeit auf deutschen Autobahnen. Nach dem Ferienende nimmt die Bautätigkeit erfahrungsgemäß wieder zu, sodass Autofahrer mit weiteren Behinderungen rechnen müssen. Immerhin wurden wegen des anhaltenden Niedrigwassers die Fahrverbote für Lastwagen mit bestimmten Gütern in vielen Bundesländern gelockert, wobei die Regelungen regional unterschiedlich lange gelten.
Besondere Vorsicht gilt für alle, die am Montag, den 21. September, gen Süden fahren. Für diesen Tag ist in Tirol eine Blockabfertigung angekündigt. Die Folge können Rückstaus sein, die sich bis über die deutsche Grenze auf die A8 zurückstauen.
Wer über die Landesgrenzen hinaus unterwegs ist, muss ebenfalls mit zähem Verkehr rechnen. In Österreich sind zahlreiche Autobahnen betroffen, darunter die A13 zwischen Innsbruck und dem Brenner, wo die Luegbrücke saniert wird. In der Schweiz gelten vor allem die Gotthard- und die San-Bernardino-Route als kritisch, in Italien die Verbindungen rund um Mailand und Genua sowie die Brennerroute. Bei der Rückkehr nach Deutschland sollten Reisende zudem an mögliche Wartezeiten durch Grenzkontrollen denken.



















