Frauen aus mehreren demokratischen Parteien und parteiunabhängige Teilnehmerinnen haben am Samstag auf dem Christian-Weber-Platz gemeinsam für demokratische Werte geworben. Unter dem Motto „Frauen für Demokratie“ suchten sie das Gespräch mit Passanten und wollten zugleich deutlich machen, dass politische Unterschiede dort zurückstehen können, wo es um Grundfragen des demokratischen Zusammenlebens geht.
Initiiert wurde die Aktion von Teresa Stolz. Ihre Idee: Frauen aus unterschiedlichen politischen Richtungen zusammenzubringen und gemeinsam öffentlich sichtbar zu werden. „Die Idee war von mir, dass wir etwas zusammen machen“, erklärte Stolz im Gespräch vor Ort. Hintergrund sei auch die Wahrnehmung, dass die AfD in Homburg stark präsent sei. „Wir wollten uns in der Öffentlichkeit nochmal zeigen und für unsere Werte kämpfen.“
Beteiligt waren nach ihren Angaben Frauen aus Grünen, Linken, Frauen Union, Freien Wählern und SPD. Auch Frauen ohne Parteibuch waren ausdrücklich eingeladen. Genau darin lag der Ansatz der Aktion: Sie sollte keine Veranstaltung einer einzelnen Partei sein.„Wir sind heute alle da, um für unsere Werte zu kämpfen“, sagte Stolz. Dabei sollten nicht nur große politische Fragen im Mittelpunkt stehen, sondern auch Themen, „die tatsächlich die Frauen in ihrem Alltag beschäftigen“.
Auf dem Christian-Weber-Platz konnten Passantinnen mit den Teilnehmerinnen ins Gespräch kommen, Fragen stellen und eigene Themen ansprechen. Eine feste Themenliste gab es bewusst nicht. Stattdessen sollte Raum für das entstehen, „was unter den Fingernägeln brennt“.
Für Stolz geht es bei der Initiative auch um die Frage, wie selbstverständlich politische und gesellschaftliche Errungenschaften heute genommen werden. Frauen hätten über viele Jahrzehnte für Rechte und politische Teilhabe gekämpft. „Man muss verteidigen und man muss kämpfen“, sagte sie mit Blick auf diese Errungenschaften.
Die Aktion verstand sie deshalb nicht allein als lokales Signal. Demokratische Werte müssten immer wieder neu sichtbar gemacht und verteidigt werden. „Wir Frauen müssen einfach zusammenhalten“, so Stolz.
Gespräch statt Parteigrenzen
Bemerkenswert an der Aktion war vor allem die Zusammensetzung. Parteien, die sich im politischen Alltag regelmäßig deutlich voneinander unterscheiden, standen an diesem Samstag bewusst gemeinsam auf dem Platz. Der gemeinsame Nenner war nicht ein konkretes Wahlprogramm, sondern das Bekenntnis zu Demokratie, politischer Teilhabe und Frauenrechten.
Damit wollte die Gruppe zugleich zeigen, dass politische Konkurrenz und Zusammenarbeit sich nicht ausschließen müssen. Gerade auf kommunaler Ebene entstehen viele politische Debatten sehr konkret – bei Betreuung, Bildung, Sicherheit, sozialer Teilhabe oder der Gestaltung des öffentlichen Raums. Themen also, die im Alltag unmittelbar spürbar sind.
Die Aktion „Frauen für Demokratie“ wollte dafür kein fertiges Antwortpaket liefern. Sie setzte vielmehr auf Präsenz, Gespräch und ein sichtbares Signal: Unterschiedliche politische Überzeugungen können nebeneinander bestehen – und trotzdem gibt es Werte, für die man gemeinsam einstehen kann.
Alle Bilder: Friedel Simon









































Superaktion👍, die zeigt, wie wichtig es ist ,
dass Menschen Themen bezogen und
parteiübergreifend zusammenkommen und
Lösungen suchen und das nicht mit Parolen und Hetze
verknüpfen. So sieht demokratische Arbeit aus,
Danke an die Organisatorin Teresa Stolz.
So wünscht man sich Politik für alle.