Symbolbild
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Volle Autobahnen, gut gefüllte Naherholungsgebiete und ein Verkehrsnetz, das an seine Belastungsgrenze stößt: Das kommende Wochenende vom 19. bis 21. Juni dürfte für viele Autofahrer zur Geduldsprobe werden. Obwohl die großen Sommerferien in Deutschland noch nicht angelaufen sind, rechnet der ADAC mit dichtem Verkehr auf zahlreichen Hauptachsen. Der Grund ist eine Mischung aus Kurzurlaubern, Ausflüglern, Großveranstaltungen und rund 1.000 Baustellen, die das Vorankommen ausbremsen.

Vor dem offiziellen Ferienkorridor zieht es vor allem Reisende ohne schulpflichtige Kinder noch einmal in Richtung Erholung. Klassische Ziele sind die Alpen, die Mittelgebirge, die Küstenregionen und die Seen im Binnenland. Der ADAC erwartet die stärkste Belastung am Samstagvormittag, wenn sich der Ausflugsverkehr konzentriert auf den Weg macht. Spiegelbildlich dazu staut es sich am Samstag- und Sonntagabend auf den Rückreiserouten.

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Für zusätzlichen Druck sorgen einige Großereignisse. Am Lausitzring rollt ein Lauf der Deutschen Tourenwagen-Meisterschaft, was die A13 vor allem am Freitagmittag und am Sonntagnachmittag spürbar belasten dürfte. Im niedersächsischen Scheeßel zieht das Hurricane Festival ein großes Publikum an, dessen Anreise auf den Zubringerstraßen zu Verzögerungen führen kann. Hinzu kommen am Sonntag, dem 21. Juni, Fahrradsternfahrten in Hamburg, Stuttgart und Köln, die mit zeitweisen Sperrungen den Verkehr in den jeweiligen Einzugsgebieten ausbremsen.

Die Liste der besonders staugefährdeten Strecken ist lang und zieht sich quer durch die Republik. Betroffen sind unter anderem die A1 zwischen Fehmarn und Köln, die A2 von Oberhausen bis Magdeburg sowie die A3 von Arnheim bis Frankfurt. Auch die A5 zwischen Karlsruhe und Basel, die A7 von Flensburg bis Füssen, die A8 in Richtung Salzburg und der Berliner Ring A10 gelten als neuralgische Punkte. Hinzu kommen die A4 in beiden Verkehrsrichtungen, die A6 zwischen Mannheim und Nürnberg, die A9 nach Halle und Leipzig sowie die A23, die A99 und die bereits genannte A13.

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Wer eine Reise ins benachbarte Ausland plant, sollte ebenfalls zusätzliche Fahrzeit einplanen. In Österreich steht der Verkehr besonders auf der West-, Pyhrn-, Tauern-, Inntal-, Brenner- und Rheintalautobahn unter Druck. Auch der Fernpass und die Arlbergstraße bleiben Klassiker unter den Engstellen. Auf der Brennerautobahn zwischen Innsbruck und dem Brenner können zudem die laufenden Sanierungsarbeiten an der Luegbrücke den Verkehr zusätzlich verlangsamen. In der Schweiz konzentrieren sich die Belastungen auf die Achsen zwischen Bern, Zürich und St. Margrethen sowie auf die Gotthard- und San-Bernardino-Route. In Italien wird es vor allem auf der Brennerverbindung und zwischen Mailand und Genua eng.

Um den Ausweichverkehr aus den Wohngebieten herauszuhalten, greifen mehrere Behörden zu wirksamen Mitteln. In Deutschland werden bei Bedarf Abfahrtssperren eingerichtet, unter anderem an der A7 im Landkreis Ostallgäu, an der A8 in den Landkreisen Rosenheim, Miesbach und Berchtesgadener Land sowie an der A93 und den Bundesstraßen B2 und B23 im Landkreis Garmisch-Partenkirchen. In Tirol bleiben an Samstagen sowie an Sonn- und Feiertagen zwischen 7 und 19 Uhr zahlreiche Ausweichstrecken in den Bezirken Innsbruck, Innsbruck-Land, Kufstein, Imst und Reutte für den Durchgangsverkehr gesperrt.

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Unabhängig vom Reiseziel weist der ADAC eindringlich auf die Pflicht zur Rettungsgasse hin. Sie muss bereits gebildet werden, sobald der Verkehr ins Stocken gerät, und nicht erst, wenn Blaulicht im Rückspiegel auftaucht. Fahrzeuge auf der linken Spur weichen nach links aus, alle übrigen nach rechts. Wer diese Regel ignoriert, riskiert ein empfindliches Bußgeld, Punkte in Flensburg und unter Umständen sogar ein Fahrverbot.

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