Mehr als 700 Persönlichkeiten aus Politik, Wirtschaft, Kirchen, Sport und Kultur erhielten Ende vergangenen Jahres die offizielle Weihnachtsgrußkarte der Kreisstadt Homburg – und das Motiv stammte von einer 8 Jahre alten Schülerin. Livia Keller aus der Klasse 3.1 der Luitpold-Grundschule hatte mit ihrer Darstellung des Nikolausmarktes auf dem Marktplatz den Malwettbewerb „Weihnachten in Homburg“ gewonnen. Am Donnerstag, 12. März, durfte sie nun zusammen mit ihrer gesamten Klasse die Verwaltungsspitze im Rathaus besuchen.
Oberbürgermeister Michael Forster, Bürgermeister Manfred Rippel und der Beigeordnete Philipp Scheidweiler empfingen die Kinder gemeinsam mit Klassenlehrerin Alexandra Mehmedovic und Integrationskraft Sarah Koppel im kleinen Sitzungssaal. Forster hob dabei nicht nur Livias detailreiches Siegerbild hervor, sondern würdigte auch eine zweite junge Künstlerin: Karina Wezel, ebenfalls aus der 3.1, deren Wettbewerbsbeitrag vom Stadtverband für Sport als Motiv für dessen eigene Weihnachtskarte ausgewählt worden war. Allen Schülerinnen und Schülern dankte der Oberbürgermeister für ihre Teilnahme und die kreativen Arbeiten.
„Wir haben uns vor zwei Jahren entschieden, statt der üblichen Bilder von Homburg diesen Malwettbewerb durchzuführen. Mit den Ergebnissen, die wir dabei bekommen, sind wir sehr zufrieden“, sagte Forster und richtete seinen Dank ausdrücklich auch an die Lehrkräfte, die den Wettbewerb unterstützt hatten. Er verriet den Kindern zudem, dass er selbst einst die Luitpoldschule besucht habe, bevor er seine beiden Kollegen und deren jeweilige Zuständigkeiten im Rathaus vorstellte.

Foto: Jürgen Kruthoff/Stadtverwaltung
Danach gehörte der Vormittag ganz den Fragen der Drittklässler – und die ließen sich nicht lange bitten. Wie er auf die Idee gekommen sei, Oberbürgermeister zu werden, wollte ein Kind wissen. Andere erkundigten sich nach seinem Alter, seinen Hobbys, dem Namen seines Hundes und seinen favorisierten Sportvereinen. Auch die eigene Schulzeit des Stadtoberhaupts und das Rathaus selbst weckten die Neugier der jungen Gäste. Als ein Hinweis auf einen Sandkasten in der Schule fiel, griff Beigeordneter Scheidweiler den Faden auf und erklärte, dass die Kinder solche Anliegen über das Schülerparlament bündeln und direkt ans Rathaus richten könnten. Während der Fragerunde konnten sich die Schülerinnen und Schüler mit einer kleinen Stärkung versorgen.
Eine besondere Überraschung hatten Forster, Rippel und Scheidweiler ebenfalls vorbereitet: Jedes Kind erhielt einen Gutschein für das Römermuseum Schwarzenacker. Die Aussicht auf einen gemeinsamen Klassenausflug dorthin sorgte für sichtliche Vorfreude in der Runde.

Zum Abschluss führte die Verwaltungsspitze die Klasse durch das Rathaus. Im großen Sitzungssaal erfuhren die Kinder, dass dort die Stadtratssitzungen stattfinden, und durften einen Blick in das Büro des Oberbürgermeisters werfen. Bürgermeister Rippel zeigte ihnen großformatige Baupläne, und vom obersten Stockwerk aus konnten die Schülerinnen und Schüler den Schlossberg sowie das künftige Coeur-Gelände in Augenschein nehmen. Dabei erklärte die Verwaltungsspitze noch einiges über die verschiedenen Ämter und Abteilungen, bevor es mit dem Bus zurück zur Luitpoldschule ging – ein Vormittag, der den Kindern wohl noch eine Weile in Erinnerung bleiben dürfte.


















