DIE LINKE im Saarländischen Landtag fordert die Landesregierung auf, das vom IT-Sicherheitszentrum Cispa entwickelte Konzept für ein Schulfach „Computing“ genau zu prüfen und dafür Sorge zu tragen, dass Computing und Informatik an den Schulen im Saarland den naturwissenschaftlichen Fächern gleichgestellt werden.
Die bildungspolitische Sprecherin Barbara Spaniol: „Einerseits spricht der Ministerpräsident davon, ‚das Saarland könnte das Estland der Bundesrepublik werden‘ und damit Vorreiter in Sachen Digitalisierung. Andererseits lässt er es zu, dass die Informatik-Grundkurse an den Oberstufen zusammengestrichen werden. Das können viele Schülerinnen und Schüler, Eltern, Lehrerinnen und Lehrer nicht verstehen und das passt auch nicht zusammen.
Nur noch zweistündige Informatik-Grundkurse in der gymnasialen Oberstufe sind für ein ‚deutsches Estland‘ eindeutig zu wenig. Informatische Grundbildung gehört zu den Schlüsselkompetenzen, gerade in einem Land, das zu einem der führenden Standorte für Informatik und Künstliche Intelligenz gehört und in dem besonders viele Arbeitsplätze vom laufenden digitalen Wandel der Produktion betroffen sind.
Deshalb muss die informatische Bildung an den Schulen besonders stark sein und sollte auch stärker fächerübergreifend behandelt werden – Stichwort kritischer Umgang mit neuen Medien. Eine Rückkehr zu G9 würde dafür die nötigen Spielräume schaffen.“ DIE LINKE wird das Thema auf die Tagesordnung des Bildungsausschusses setzen.

















