Foto: Peter Dörr
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Ein Sturz vom Baukran, ein verunglückter Wanderer am Steilhang, ein Arbeiter, der in einem Schacht festsitzt: Es sind Einsatzlagen, die selten vorkommen, aber jedes Mal höchste Präzision verlangen. Genau für solche Momente hat sich die Feuerwehr St. Ingbert am 10. Oktober 2026 einen ganzen Tag lang Zeit genommen, um ihre Spezialkräfte für die „Rettung aus Höhen und Tiefen“ fit zu halten.

Wenn Menschen aus großer Höhe oder aus der Tiefe geborgen werden müssen, zählt jeder Handgriff. Ein Fehler am Seil, ein falsch gesetzter Anschlagpunkt – das kann im Ernstfall über Leben und Tod entscheiden. Deshalb hält die Feuerwehr in St. Ingbert 14 Einsatzkräfte vor, die eigens für diese anspruchsvollen Lagen ausgebildet sind.

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Die nötige Spezialausrüstung lagert in St. Ingbert-Mitte und kommt gezielt dann zum Einsatz, wenn die reguläre Technik an ihre Grenzen stößt. So lassen sich auch komplexe Rettungen sicher und zügig durchführen, ohne dass die Retter selbst unnötige Risiken eingehen.

Foto: Peter Dörr

Die Fortbildung gliederte sich in vier praxisnahe Stationen. Zunächst frischten die Männer und Frauen die Grundlagen auf: Knoten und Anschlagpunkte, auf die später alles aufbaut. Danach ging es ans Eingemachte – die Bergung einer verletzten Person aus einem Steilhang, die Rettung von einer Kranbühne mithilfe der Drehleiter sowie die Versorgung eines Arbeiters, der beim Aufstieg über eine Leiter gestürzt war.

Damit diese Abläufe im Ernstfall wie von selbst greifen, reicht gelegentliches Üben nicht aus. Einmal jährlich ist eine Fortbildung verpflichtend, hinzu kommt ein engmaschiges Training der Spezialkräfte im Rhythmus von etwa sechs Wochen. Es geht dabei nicht allein um Wissen, sondern vor allem um die Routine der Handgriffe – damit im Notfall schnell, koordiniert und mit möglichst geringem Risiko geholfen werden kann.

Möglich wurde die realitätsnahe Übung auch dank eines verlässlichen Partners: Die Firma Peter Groß aus St. Ingbert stellt ihr Betriebsgelände regelmäßig für solche Trainings zur Verfügung. Dafür bedankte sich die Feuerwehr ausdrücklich.

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