Ein Abend, an dem im Vorfeld niemand weiß, welche Fragen fallen werden: Die Protestantische Kirche Bexbach in der Kleinottweilerstraße 1 lädt am Donnerstag, 10. September, um 19 Uhr zu einem ungewöhnlichen Gesprächs- und Musikformat mit dem Titel „Talk.Töne.LosTopf“ ein. Im Zentrum steht eine schlichte, aber überraschend offene Frage: Was möchten Menschen die Kirche eigentlich fragen?
Genau das soll an diesem Abend zur Sprache kommen. Persönlich, kritisch, nachdenklich, gelegentlich auch mit einer Portion Humor. Pfarrerin Elisabeth Lang und Autor Jan Simowitsch, bekannt durch sein Werk „Und der Wal spuckt mich aus“, wollen miteinander und mit dem Publikum ins Gespräch kommen. Dabei scheuen sie auch jene Themen nicht, die im kirchlichen Alltag sonst eher selten offen angesprochen werden.
Das Konzept lebt vom Moment der Überraschung. Wer eine Frage hat, kann sie vorab oder direkt während des Abends einreichen, und zwar anonym. Aus diesem Fundus werden im Verlauf der Veranstaltung einzelne Fragen zufällig gezogen und gemeinsam aufgegriffen. So entsteht ein Gespräch, dessen Richtung sich nicht vollständig planen lässt und bei dem die Zuhörenden selbst zu Mitgestaltern werden.
Neben dem Wort spielt die Musik eine tragende Rolle. Für den klanglichen Teil sorgen Jan Simowitsch und Marco Welker. An zwei Klavieren nehmen sie Wunschlieder aus dem Publikum auf und laden zum gemeinsamen Singen ein. Aus der Kombination von offenen Fragen und Melodien soll ein Abend werden, der sich vom klassischen Vortrag deutlich unterscheidet.
Hinter dem Format steht ein Mann, der Grenzen bewusst verschiebt. Jan Simowitsch ist Musiker, Autor und Ritualexperte. In seiner Arbeit verbindet er Sprache, Musik und kirchliche Themen und entwickelt Veranstaltungen, die Menschen auf ungewohnte Weise mit Glaubensfragen und mit der Kirche selbst in Kontakt bringen.
Wer also schon immer eine Frage auf dem Herzen hatte, sich aber nie recht getraut hat, sie zu stellen, findet in Bexbach die passende Gelegenheit. Die Anonymität nimmt die Hemmschwelle, die Musik lockert die Atmosphäre. Und am Ende bleibt vor allem eines: ein echtes Gespräch.




















