Wer die Arbeit der Homburger Ortspolizei auf das Ausstellen von Strafzetteln reduziert, hat nur einen Bruchteil ihres Alltags gesehen. Diesen Eindruck nahm der Homburger Bundestagsabgeordnete Esra Limbacher (SPD) mit, nachdem er die kommunalen Ordnungskräfte im Rahmen seiner Sommertour „Esra vor Ort“ einen Tag lang begleitet hatte. Gemeinsam mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zog er auf Streife durch die Innenstadt und verschaffte sich ein Bild von deren Aufgaben.
Die Ortspolizeibehörde unterscheidet sich deutlich von der Vollzugspolizei. Als Verwaltungspolizei ist sie direkt der Stadt Homburg unterstellt und verfügt über andere, teils spürbar eingeschränktere Eingriffsbefugnisse. Umso breiter fächert sich das Aufgabenfeld auf, wie sich beim Vor-Ort-Termin rasch zeigte.
Im Zentrum stehen die Gefahrenabwehr sowie die öffentliche Sicherheit und Ordnung. Dazu kommen die Überwachung des ruhenden Verkehrs, Kontrollen von Rettungswegen und Behindertenparkplätzen, Aufgaben im Gewerbe- und Veranstaltungsbereich sowie Prüfungen rund um Obdachlosenunterkünfte. Ein weiterer wichtiger Baustein ist die sichtbare Präsenz in der Stadt: Die Beschäftigten sind erste Ansprechpartner für die Bevölkerung, gehen Hinweisen und Beschwerden nach und müssen dabei häufig kurzfristig auf ganz unterschiedliche Lagen reagieren.
Diese Vielfalt hinterließ bei Limbacher sichtbaren Eindruck. „Der Tag hat mir noch einmal sehr deutlich gezeigt, wie anspruchsvoll und abwechslungsreich die Arbeit der Homburger Ortspolizei ist“, betonte der Abgeordnete. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter seien täglich mit verschiedensten Situationen konfrontiert, müssten ansprechbar sein, Entscheidungen treffen und zugleich dafür sorgen, dass Regeln eingehalten würden und das Zusammenleben in der Stadt funktioniere. Er habe „großen Respekt vor dieser Arbeit und vor den Menschen, die so für Sicherheit und Ordnung in unserer Stadt sorgen“.
Für Limbacher war die Begleitung zugleich eine Gelegenheit, kommunale Arbeit aus einem anderen Blickwinkel kennenzulernen und mit den Beschäftigten über konkrete Probleme im Alltag zu sprechen. „Wer durch unsere Stadt geht, sieht meist nur einen kleinen Teil dessen, was die Ortspolizei jeden Tag leistet“, sagte er. Hinter dieser Arbeit stünden viele Aufgaben, viel Verantwortung und vor allem Menschen, die sich um ganz konkrete Anliegen kümmerten. Ihnen gelte sein ausdrücklicher Dank.
Neben der Würdigung rückten auch Zukunftsfragen in den Mittelpunkt des Austauschs. Diskutiert wurden die personelle und materielle Ausstattung, die Ausbildung der Beschäftigten sowie die Frage, welche Kompetenzen der Ortspolizeibehörde künftig zur Verfügung stehen sollten. Ein konkretes Thema war zudem der wachsende E-Scooter-Verkehr und dessen Kontrolle, insbesondere in der Homburger Fußgängerzone.


















