Wenn am kommenden Montag das neue Schuljahr beginnt, verändert sich für rund 9.000 Kinder im Saarland der Alltag von Grund auf. Zum ersten Mal machen sich die Erstklässlerinnen und Erstklässler auf einen Weg, den sie noch nicht kennen. Mobilitätsministerin Petra Berg appelliert deshalb an alle, die im Straßenverkehr unterwegs sind, in den kommenden Wochen genauer hinzuschauen und mehr Geduld mitzubringen.
„Für viele Kinder beginnt am Montag ein neuer und aufregender Lebensabschnitt“, sagt Berg. „Auf dem Weg zur Schule brauchen sie Erwachsene, die ihnen die Zeit geben, Verkehrssituationen in Ruhe zu überblicken.“ Sichere Schulwege, so ihre Überzeugung, entstünden dort, wo alle ein wenig aufeinander achteten. Mit Aufmerksamkeit, Geduld und gegenseitiger Rücksicht könne man gemeinsam dafür sorgen, dass die Kinder mit einem guten Gefühl in das neue Schuljahr starten.
Damit dieser Start gelingt, richtet sich das Ministerium zunächst an die Eltern. Der Rat: Den Schulweg schon vor dem ersten Schultag gemeinsam mit dem Kind ablaufen. Dabei geht es darum, sichere Stellen zum Überqueren festzulegen, unübersichtliche Abschnitte zu besprechen und klare Regeln zu vereinbaren. Entscheidend ist nicht die kürzeste Strecke, sondern jene, die das Kind am besten versteht und sicher bewältigen kann. Für Kinder, die mit dem Fahrrad kommen, gilt derselbe Grundsatz.
Ebenso deutlich fällt die Ansprache an Autofahrerinnen und Autofahrer aus. Rund um Schulen, Bushaltestellen und Fußgängerüberwege sollten sie das Tempo drosseln und jederzeit bremsbereit bleiben. Wer sein Kind mit dem Wagen bringt, sollte die dafür vorgesehenen Haltemöglichkeiten nutzen. Hastige Wendemanöver oder kurzes Halten direkt vor dem Schultor gehören zu den Situationen, die das Ministerium ausdrücklich vermeiden möchte.
Ein weiterer Punkt betrifft die Sichtbarkeit der Kinder selbst. Helle Kleidung sowie Reflektoren an Schulranzen oder Schuhen helfen, gerade in den frühen Morgenstunden und in den dunkleren Monaten gesehen zu werden. Gerade wenn das Licht schwach ist, kann dieser Unterschied entscheidend sein.
Zum Abschluss richtet die Ministerin ihren Dank an jene, die oft im Hintergrund für Sicherheit sorgen. Die Schülerlotsinnen und Schülerlotsen sowie alle ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer, die „bei jedem Wetter bereit“ stünden und die Kinder sicher über die Straße begleiteten, hob Berg besonders hervor. Dieses Engagement, so die Ministerin, verdiene ausdrücklichen Dank und Unterstützung.






















