green tractor on brown grass field under blue sky during daytime
Symbolbild

Mit dem Start der Erntesaison rollen sie wieder in großer Zahl über die Straßen des Saarlandes: Mähdrescher, Häcksler und Traktoren gehören in diesen Wochen zum gewohnten Bild. Das saarländische Ministerium für Umwelt, Klima, Mobilität, Agrar und Verbraucherschutz appelliert deshalb an alle Verkehrsteilnehmer, in dieser Phase besonders aufmerksam zu fahren und aufeinander Rücksicht zu nehmen.

Gerade jetzt sind die schweren Fahrzeuge deutlich häufiger unterwegs als sonst. Das kann zu Behinderungen im Verkehr führen, hinterlässt mitunter Verschmutzungen auf der Fahrbahn und birgt im schlimmsten Fall die Gefahr von Unfällen. Viele Kommunen machen bereits mit eigens aufgestellten Schildern an betroffenen Wegen und Straßen auf die veränderte Lage aufmerksam.

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Um ihre Felder zu erreichen, nutzen die Landwirte nicht nur Hauptstraßen, sondern auch Feld- und Wirtschaftswege sowie Strecken wie den Saarleinpfad. Damit teilen sich die Traktoren die Wege ausgerechnet dort mit Radfahrern und Fußgängern, die diese Routen für ihre Ausflüge schätzen.

Wo genau die Probleme entstehen, benennt Ministerin Petra Berg klar. „Die häufigsten Unfallursachen liegen beim Kreuzen und Ein- und Abbiegen in übergeordnete beziehungsweise untergeordnete Straßen. Dabei können leicht die Vorfahrts- und Vorrangs-Regeln missachtet werden oder durch die falsche Geschwindigkeit, auch beim Überholen solcher Fahrzeuge an unübersichtlichen Stellen, Unfälle passieren“, so die Ministerin. Der entscheidende Faktor sei dabei oft das Tempo: „Die niedrigen Ausgangsgeschwindigkeiten der land- und forstwirtschaftlichen Fahrzeuge sind bei einem Großteil der Unfälle das Problem. Sie brauchen oft mehr Zeit, sodass sie eine Gefahr für schnellere Verkehrsteilnehmerinnen und -teilnehmer werden können.“

Hinzu kommt eine oft unterschätzte Gefahrenquelle: Erntegut, das von den Maschinen auf die Straße fällt, kann für nachfolgende Fahrzeuge zum Risiko werden. Die meisten Zusammenstöße ereignen sich zwischen Traktoren und Autos, doch auch Radfahrer sind in dieser Zeit besonders gefährdet.

Wer nun in den kommenden Wochen unterwegs ist, sollte sich darauf einstellen, dass die großen Maschinen jederzeit auftauchen können – auch an Sonn- und Feiertagen. „Egal ob sie zu Fuß, mit dem Rad, mit dem Auto oder mit dem Traktor unterwegs sind – agieren Sie vorrausschauend und nehmen Sie Rücksicht auf die anderen Verkehrsteilnehmer“, betont Berg. Ein wenig Geduld und Aufmerksamkeit reichen oft aus, um die Erntezeit für alle sicher zu gestalten.

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