Die St. Ingberter Pfanne hat es in die Hauptstadt geschafft. Mitte Juni stellte sich das renommierte Kleinkunstfestival in der Vertretung des Saarlandes beim Bund vor und sorgte dort für einen Abend, der dem Publikum lange im Gedächtnis bleiben dürfte. Bürgermeisterin Nadine Backes nutzte die Bühne in Berlin, um für ihre Stadt zu werben und das traditionsreiche Festival einem überregionalen Publikum nahezubringen.
In ihrer Begrüßung machte Backes deutlich, welchen Stellenwert Kultur für eine Kommune wie St. Ingbert besitzt. Sie sei nicht nur ein verbindendes Element zwischen Menschen, sondern auch ein gewichtiger Standortfaktor. Die Pfanne stehe seit Jahrzehnten für höchste künstlerische Qualität und habe sich längst weit über die Grenzen des Saarlandes hinaus einen Namen gemacht.
Gleichzeitig, so die Bürgermeisterin, sei das Festival ein Aushängeschild der Stadt. Es zeige, welche kulturelle Bandbreite die saarländische Mittelstadt zu bieten habe – und dass kreative Strahlkraft nicht zwingend an die großen Metropolen gebunden ist. Genau diese Botschaft sollte der Abend in der Landesvertretung in die Berliner Kulturöffentlichkeit tragen.

Foto: A. Kihm
Für den künstlerischen Höhepunkt sorgte der Cartoonist PIERO mit seinem Programm „Halt die Fresse, Rapunzel!“. Er gehört zu den profiliertesten Vertretern seiner Zunft und konnte 2025 gleich doppelt abräumen: Er gewann sowohl die St. Ingberter Pfanne als auch den Deutschen Karikaturenpreis. Bereits 2023 hatte seine animierte Social-Media-Serie „Just a Thought“ für erhebliche Aufmerksamkeit gesorgt.
Auf der Bühne in Berlin verband PIERO Cartoonkunst, Animation und Stand-up-Comedy zu einer ungewöhnlichen Mischung. In einem temporeichen Schlagabtausch mit seinen eigenen animierten Märchenfiguren entwickelte sich eine Show, die von Wortwitz, überraschenden Wendungen und skurrilen Einfällen lebte. Das Publikum reagierte begeistert und bestätigte damit eindrucksvoll, warum der Künstler in diesem Jahr gleich mehrere bedeutende Auszeichnungen einheimsen konnte.
Der Abend in der Landesvertretung machte greifbar, weshalb die Pfanne seit vielen Jahren zu den wichtigsten Kleinkunstfestivals im deutschsprachigen Raum gezählt wird. Zugleich bot der Auftritt in Berlin eine seltene Gelegenheit, St. Ingbert als lebendige Kulturstadt einem bundesweiten Publikum zu präsentieren – fernab der gewohnten Spielorte im Saarland und mitten im politischen Herzen der Republik.

















