Teilnehmende und Mitarbeitende des AGH-Projektes „Wegenetze im Saarpfalz-Kreis der AQuiS GmbH bei der „Saarland picobello“-Aktion 2026 (v.l.): Christian Barba, Nataliia Halushka, Thore Böhm, Enrico Dörr, Marina Kühner, Yuliia Tsarytsenko, Iryna Horetska, Ume Farwa, Oleksandra Karasova, Vladislav Bobrykhin – kniend: Nathalie Reichel Foto : Christian Barba
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Puppen, Plüschtiere, ein Dreirad und kistenweise Zigarettenstummel – was die Helferinnen und Helfer der AQuiS GmbH bei der diesjährigen „Saarland picobello“-Aktion aus Grünflächen, von Gehwegen und Radwegen im Saarpfalz-Kreis zusammentrugen, liest sich wie das Inventar eines vergessenen Flohmarkts. Doch hinter den kuriosen Fundstücken steckt ein ernstes Thema: das achtlose Wegwerfen von Abfällen, im Fachjargon „Littering“ genannt, belastet Natur und Stadtbild gleichermaßen.

Dieses Jahr beteiligten sich erstmals alle sechs Arbeitsgelegenheiten der AQuiS GmbH an der landesweiten Umweltkampagne des Entsorgungsverbands Saar. Dazu zählen die Projekte „Burg Kirkel und Umgebung“, „Kirkeler Nähkästchen“, „Bergbaumuseum mit Bürgerpark ‚Blumengarten'“, „Wegenetze im Saarpfalz-Kreis“, „Regionaler Tourismus und kulturelles Erbe Süd“ sowie „Kulturelles Erbe St. Ingbert“. Gemeinsam mit dem bewährten Jugendprojekt „Meilenstein“ rückten die Teilnehmenden und ihre fachlichen Anleitungen aus, um wild entsorgten Müll rund um die jeweiligen Projektstandorte einzusammeln.

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Mit Warnwesten, Handschuhen, Greifzangen und Müllsäcken ausgerüstet, arbeiteten sich die Gruppen durch öffentliche Bereiche im gesamten Kreisgebiet. Neben dem erwähnten Kinderspielzeug landeten Bekleidungsstücke, leere Glasflaschen, Konservengläser sowie Verpackungen von Getränken, Lebensmitteln und Süßigkeiten in den Säcken. Sämtlicher gesammelter Abfall wurde anschließend zu einer Entsorgungsanlage des EVS gebracht.

Saarpfalz-Landrat Frank John würdigte den Einsatz ausdrücklich: „Die ‚Saarland picobello‘-Kampagne trägt zur Förderung des ökologischen Bewusstseins, aber auch der individuellen Verantwortung bei. Es ist besorgniserregend und ein ernstes Problem, dass so viel weggeworfen und illegal entsorgt wird. Ich danke dem AQuiS-Team für seine Beharrlichkeit und dem kontinuierlichen Engagement.“ Seine Worte unterstreichen, dass die Kampagne weit über eine einmalige Aufräumaktion hinausreicht – sie will dauerhaft das Bewusstsein dafür schärfen, dass Umweltschutz bei jedem Einzelnen beginnt.

Die Arbeitsgelegenheiten der AQuiS GmbH richten sich an Erwachsene im Leistungsbezug des Jobcenters Saarpfalz-Kreis. Im Mittelpunkt steht dabei die Stabilisierung und der Erhalt der Arbeitsfähigkeit. Aktionen wie die picobello-Sammlung verbinden praktische Gemeinwohlarbeit mit gesellschaftlicher Teilhabe und geben den Beteiligten die Möglichkeit, sichtbar etwas für ihre unmittelbare Umgebung zu tun. Das Jugendprojekt „Meilenstein“ wiederum aktiviert junge Menschen und junge Erwachsene, die über klassische Wege schwer erreichbar sind.

Finanziert werden sowohl die sechs AGH-Projekte als auch die „Jugendaktivierungsmaßnahme Meilenstein-AQuiS“ über das Programm „Investitionen in Beschäftigung und Wachstum“. Die Mittel stammen vom saarländischen Ministerium für Arbeit, Soziales, Frauen und Gesundheit sowie vom Europäischen Sozialfonds Plus. Zusätzlich fördert das Jobcenter Saarpfalz-Kreis die Maßnahmen. Diese Mischfinanzierung ermöglicht es, Beschäftigungsförderung und Umweltengagement dauerhaft miteinander zu verzahnen – ein Modell, das im Saarpfalz-Kreis offensichtlich Früchte trägt.

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Was bleibt, ist ein sauberer gestaltetes Stück Heimat und die Erkenntnis, dass gemeinsames Anpacken funktioniert – unabhängig von Alter, Herkunft oder Lebenssituation. Die nächste picobello-Runde kommt bestimmt, und die AQuiS-Projekte dürften dann wieder mit dabei sein.

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