Am Ende ärgerten sich nicht nur die FCH-Fans unter den 1648 Besuchern, sondern auch die Spieler und Trainer des FC Homburg über das 1:1 im ersten Saisonspiel der Regionalliga Südwest am Samstagnachmittag im Homburger Waldstadion gegen den KSV Hessen Kassel.
Unisono erklärten Spieler und Cheftrainer Roland Seitz: „Leider haben wir nach der 1:0-Führung es verpasst, das zweite Tor nachzulegen.“ Mit einem mehrfach möglichen 2:0 hätte der FC Homburg, der gut eine Stunde die klar bessere Mannschaft mit vielen guten Möglichkeiten war, dieses Auftaktspiel auch für sich mit drei Punkten entschieden.
Seitz hatte in der Startformation die erwartete Mannschaft gebracht. Vor Torhüter Michael Gelt bildeten Tim Steinmetz und Phlipp Steinhart in der Viererabwehrkette die Außenpositionen, während Nils Röseler und Manuel Kober in der Innenverteidigung spielten. Mart Ristl und Miguel Concalves spielten vor der Abwehr, während Markus Mendler, Minos Gouras und Armand Qenaj das Dreier-Mittelfeld bildeten. Einzige Sturmspitze war Oliver Kovacic. Homburg begann schwungvoll und folgerichtig nach einem schnellen Konter früh in Führung. Markus Mendler bediente Oliver Kovacic (10.) und der FC Homburg führte mit 1:0.
Kassel kam nur einmal gefährlich vor das FCH Tor, als Phinees Bonianga frei stehend weit über das Homburger Tor köpfte (29.). Drei Minuten später verpasste Gouras das 2:0 wie auch Nils Röseler in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit. Minos Gouras hatte auch die nächste Torchance zum zweiten Homburger Treffer, als er allen auf den Kasseler Torhüter (48.) lief, aber dann an Jonas Janko Weyand scheiterte. Fünf Minuten später versemmelte Kovacic aus fünf Metern die nächste Torchance des FCH. Weyand hielt seinen KSV mit einer weiteren Glanzparade im Spiel. Das war es dann nach einer Stunde für den FC Homburg zum einen mit kontrollierten Spiel und Offensivdrang. Kassel kam dann etwas besser ins Spiel, ohne aber sich klare Chancen zu erspielen. Seitz versuchte durch die Einwechslungen von Nicolas Jörg und den erst wenige Tage zuvor verpflichteten Ken Mata im Angriff mehr Offensivschwung zu bringen. Aber dies verpuffte. Je länger die Partie dauerte, desto harmloser wurde der FC Homburg im Angriff. Als Kassel eine ganze Reihe von Fehlern in der Homburger Hintermannschaft zum 1:1 durch Benjamin Girth (77.) nutzte, war der Sieg für die Grün-Weißen futsch, auch weil Gouras in der 85. Minute aus wenigen Metern wieder am Kassler Torhüter scheiterte. Innenverteidiger Nils Röseler ärgerte sich: „Zum einen hätten wir vor dem Ausgleich längst zum 2:0 nachlegen müssen, dann hatte mich der Torschütze des KSV zum Ausgleich zuvor klar weggestoßen und der Schiri dies nicht gesehen.“

Roland Seitz: „Aus den vielen guten Möglichkeiten müssen wir das zweite Tor nachlegen, dann hatten wir sogar noch Glück, dass Kassel nach dem 1:1 nicht direkt den zweiten Treffer nachgelegt hatte.“ In der Tat: Nur eine Minute nach dem Ausgleich hatte Tobias Bocha frei im Strafraum aus halbrechter Position den Ball nur aus KSV-Sicht ans Außennetz geschossen!
Homburg musste sich mit dem Punktgewinn zufriedengeben. Nun soll am kommenden Sonntag es besser werden, wenn der FC Homburg um 14 Uhr im Dreisamstadion beim SC Freiburg II antritt, der sein erstes Spiel übrigens mit 0:3 bei der SGV Freiberg verlor.
FC Homburg: Gelt – Steinhart, Kober, Röseler, Steinmetz – Goncalves (78. Baum), Ristl – Qenaj (69. Jörg), Gouras (88. Suljic), Mendler – Kovacic (69. Mata).
Tore: 1:0 Kovacic (10.), 1:1 Grith (77.)
Zuschauer: 1648
Schiedsrichter: Buglin
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Verärgert: Homburgs Torschütze Oliver Kovacic (Mitte), der in dieser Szene nicht an den Ball kam, auch weil die KSV-Abwehr ihn abblockte. Foto: Hagen
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Lange aufmerksam die Homburger Defensive, wie hier Manuel Kober (rechts). Lange Zeit ließ man nichts zu, bis zur 77. Minute in der Kassel durch Girth zum schmeichelhaften Ausgleich kam. Foto: Markus Hagen


















