Stehende Ovationen für einen Mann, der die Kreisstadt St. Wendel über Jahrzehnte hinweg wie kaum ein anderer geprägt hat: Beim Stadtverbandsdelegiertentag der CDU St. Wendel in Oberlinxweiler ist Klaus Bouillon für seine 50-jährige Mitgliedschaft in der Partei geehrt worden. Mehr als 100 Delegierte und Gäste erhoben sich, um den langjährigen Kommunal- und Landespolitiker zu würdigen.
Bouillon trat 1975 in die CDU ein und übernahm seither auf verschiedenen Ebenen politische Verantwortung. Besonders seine mehr als 30 Jahre währende Amtszeit als Bürgermeister hat das Gesicht der Stadt nachhaltig verändert. Der Vorsitzende des CDU-Stadtverbandes, Alexander Zeyer, stellte in seiner Rede genau diese Lebensleistung in den Mittelpunkt. St. Wendel habe sich unter Bouillons Führung zu einer der attraktivsten Städte im Saarland entwickelt.
„Klaus Bouillon hat St. Wendel nicht verwaltet, sondern gestaltet. Mit Mut, Klarheit und Beharrlichkeit hat er unsere Stadt über Jahrzehnte hinweg geprägt und gezeigt, was möglich ist, wenn man Verantwortung übernimmt und dranbleibt“, sagte Zeyer vor den Delegierten. Es waren Worte, die den Tenor des Abends auf den Punkt brachten.
Doch die Würdigung beschränkte sich nicht auf die kommunale Ebene. Auch Bouillons Zeit als Innenminister des Saarlandes fand ausdrücklich Erwähnung. Seine direkte Art, seine klare Haltung und die enge Verbundenheit mit seiner Heimatstadt hätten ihn weit über Parteigrenzen hinaus zu einer prägenden politischen Persönlichkeit gemacht, hieß es bei der Veranstaltung. Die Ehrung gehe deshalb weit über die bloße Anerkennung einer langen Parteimitgliedschaft hinaus – sie stehe für ein halbes Jahrhundert politisches Engagement und den unermüdlichen Einsatz für die Menschen in der Region.
Bouillon selbst nahm die Auszeichnung sichtlich bewegt entgegen. Er dankte den Anwesenden für die große Anerkennung. Für den 1975 begonnenen Weg, der ihn vom Parteimitglied über das Bürgermeisteramt bis ins Landesministerium führte, war dieser Abend in Oberlinxweiler ein Moment des Innehaltens – und zugleich ein Zeichen dafür, wie tief die Spuren sind, die ein einzelner Politiker in einer Stadt hinterlassen kann.






















