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Rund 23.000 Menschen im Saarland sind auf die Unterstützung der Tafeln angewiesen – darunter zunehmend Kinder und ältere Menschen. Um gerade diese Bevölkerungsgruppen besser mit frischen Lebensmitteln zu versorgen, liefert die Landesregierung zum mittlerweile vierten Mal Obst und Gemüse an die elf saarländischen Tafeln. Von Februar bis April erhalten 13 Ausgabestandorte wöchentlich 2.000 Kilogramm frische Ware, insgesamt summiert sich die Menge über den zehnwöchigen Lieferzeitraum auf 20 Tonnen.

Das Sozialministerium stellt dafür 35.000 Euro bereit, das Umweltministerium kümmert sich um die organisatorische Abwicklung. Beide Häuser arbeiten bei der Aktion seit vier Jahren Hand in Hand. Das Sortiment wurde gemeinsam mit dem Landesverband der Tafeln Rheinland-Pfalz/Saarland zusammengestellt und umfasst unter anderem Äpfel, Birnen, Bananen, Orangen, Kartoffeln, Karotten, Zwiebeln, Kohlrabi, Lauch und Zucchini – also genau jene Produkte, die für eine ausgewogene Ernährung unverzichtbar sind, sich viele Betroffene aber schlicht nicht leisten können.

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Umweltministerin Petra Berg unterstrich die Bedeutung der Initiative: „Die Tafeln leisten im Saarland einen wichtigen Beitrag zur Verpflegung von Menschen, die von Ernährungsarmut bedroht sind. Hiervon sind auch immer häufiger Kinder und ältere Menschen betroffen. Obst und Gemüse sind Lebensmittel, die für eine gesundheitsförderliche und ausgewogene Ernährung eine große Rolle spielen. Daher ist es mir ein ganz besonderes Anliegen, die Tafeln auch in diesem Jahr wieder mit Obst- und Gemüselieferungen zu unterstützen.“

Sozialminister Magnus Jung ordnete die Hilfe in einen größeren Zusammenhang ein: „Die Tafeln in Deutschland leisten seit Jahren eine unverzichtbare Arbeit für Menschen, die von Armut betroffen sind. Auch wenn unser langfristiges Ziel eine Gesellschaft sein muss, in der niemand auf Lebensmittelspenden angewiesen ist, bleibt ihre Unterstützung derzeit leider notwendig. Mit der nun bereits vierten Belieferung der saarländischen Tafeln möchten wir einen kleinen Beitrag dazu leisten, dass Menschen mit geringem Einkommen Zugang zu frischem Obst und Gemüse haben.“

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Hinter der Arbeit der Tafeln steht ein Netzwerk aus ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern, die täglich qualitativ einwandfreie Lebensmittel bei Geschäften einsammeln, die dort nicht mehr verkauft werden können. Was sonst im Müll landen würde, gelangt so zu Menschen, die es dringend brauchen. Die Tafeln erfüllen damit eine doppelte Funktion: Sie bekämpfen Ernährungsarmut und wirken gleichzeitig der Lebensmittelverschwendung entgegen.

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Dass die Landesregierung die Aktion nun zum vierten Mal auflegt, zeigt, wie fest sie sich im saarländischen Hilfsangebot etabliert hat. Für die Betroffenen bedeuten die Lieferungen mehr als nur gefüllte Kisten – sie sichern über Wochen hinweg den Zugang zu frischen Vitaminen und Nährstoffen, die im regulären Tafelangebot oft Mangelware sind. Gerade in den noch kalten Monaten Februar bis April, wenn saisonales Obst und Gemüse rar und teuer ist, schließt die Initiative eine spürbare Lücke.

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