Zehn Jahre nach ihrem Start hat sich die Saarland Card zu einem der wirkungsvollsten touristischen Instrumente des kleinsten deutschen Flächenlandes entwickelt. Zum Auftakt der Jubiläumssaison am 1. April 2026 legt die Tourismus Zentrale Saarland Zahlen vor, die den Aufstieg der Gästekarte eindrücklich belegen: Allein im vergangenen Jahr wurden über die Card 117.097 Übernachtungen generiert – ein neuer Höchstwert.
Der Blick zurück zeigt, wie rasant das Wachstum verlief. Als die Saarland Card im April 2017 an den Start ging, umfasste sie 66 Ausflugsziele und 35 teilnehmende Gastgeberbetriebe. Neun Jahre später hat sich das Netzwerk nahezu verdoppelt: 119 Ausflugsziele und 76 Gastgeber – darunter Hotels, Ferienwohnungen, Jugendherbergen und sogar Hausboote – sind mittlerweile Teil des Systems. Auch technisch hat sich die Karte gewandelt. Aus der klassischen Chipkarte wurde ein digitaler QR-Code, der den Zugang zu Attraktionen und Verkehrsmitteln deutlich unkomplizierter macht.
Gerade die Mobilitätskomponente hebt die Saarland Card von vergleichbaren Angeboten ab. Sie ist nach Angaben der Tourismus Zentrale bundesweit die einzige Gästekarte, die eine kostenlose Nutzung des gesamten öffentlichen Nahverkehrs in einem kompletten Bundesland einschließt. Dieser Baustein ermöglicht es etwa der Biosphäre Bliesgau, am Programm „Fahrtziel Natur“ der Deutschen Bahn teilzunehmen – einem Konzept, das darauf abzielt, touristischen Verkehr in ökologisch sensiblen Gebieten vom privaten Pkw auf Bus und Bahn zu verlagern.
Das Spektrum der erreichbaren Ziele reicht von kulturellen Adressen wie dem UNESCO-Weltkulturerbe Völklinger Hütte über Schwimmbäder bis hin zu Naturerlebnissen quer durchs Saarland. Besonders kleinere Ausflugsziele profitieren von der Vermarktungskraft der Card, weil sie über das gemeinsame System eine Sichtbarkeit erreichen, die ihnen allein kaum möglich wäre. Darüber hinaus hat die Karte neue Formate hervorgebracht: Die „FamilienSafari“, eine Kooperation mit den saarländischen Jugendherbergen, ist eines davon. Auch das Ehrenamt wird eingebunden – berechtigte Ehrenamtlerinnen und Ehrenamtler erhalten die Card für zwei Jahre und können damit die Vielfalt der Region erkunden.
Zum Saisonstart 2026 kommen fünf neue Partner hinzu, die das Angebot weiter verbreitern: der Flughafen Saarbrücken, das Naturfreibad Kirkel, die Tropfsteinhöhle Niedaltdorf, der Zoo Saarbrücken und ein 3D-Zeitreise-Erlebnis in Saarlouis. Mit dieser Erweiterung setzt die Tourismus Zentrale auf noch mehr Abwechslung für Gäste, die mindestens zwei Nächte im Saarland verbringen – denn diese Mindestaufenthaltsdauer ist Voraussetzung für den Erhalt der Card.
Birgit Grauvogel, Geschäftsführerin der Tourismus Zentrale Saarland, ordnet das Jubiläum selbstbewusst ein: „Die Saarland Card ist nicht nur ein Erfolgsmodell, sondern ein echter Tourismus-Turbo für das Saarland. Sie fördert mit einer Mindestaufenthaltsdauer von zwei Nächten die Nachhaltigkeit, schafft Wertschöpfung und wirkt saisonverlängernd. Mit ihrer einzigartigen Kombination aus Attraktionen, Flexibilität und regionaler Vernetzung setzt sie Maßstäbe – und das bereits seit zehn Jahren.“
Dass immer mehr Reisende das Saarland gezielt wegen der Card als Urlaubsziel wählen, dürfte die Verantwortlichen in ihrer Strategie bestärken. Die Gästekarte hat sich von einem ergänzenden Service zu einem zentralen Argument in der Vermarktung des Bundeslandes entwickelt – und mit den neuen Partnern im Gepäck geht sie in ein Jubiläumsjahr, das weitere Rekorde durchaus möglich erscheinen lässt.



















