Foto: FC 08 Homburg
Anzeige

Die Erfolgsserie des FC 08 Homburg ist gerissen. Nach sieben Spielen ohne Niederlage und drei Siegen in Folge mussten die Grün-Weißen am Freitagabend im Derby bei Eintracht Trier eine am Ende verdiente 0:2-Pleite hinnehmen. Vor 3469 Zuschauern im Moselstadion entschieden zwei frühe Gegentore die Partie zugunsten der Gastgeber, die mit Leidenschaft und Effizienz auftraten – während Homburg trotz deutlicher Feldüberlegenheit nach der Pause kein Durchkommen fand.

Der Abend begann mit einem Schockmoment. Nach nur sieben Minuten chippte Triers Ömer Yavuz den Ball hinter die Homburger Viererkette, Torhüter Michael Gelt kam heraus, verschätzte sich – und Frederik Rahn nutzte die Einladung zum 1:0. „Meine Entscheidungsfindung war nicht gut, ich habe mich zu spät entschieden, den Ball zu holen“, gestand Gelt später offen. Der FCH wirkte anschließend verunsichert und fand nur schwer in die Zweikämpfe. Eintracht-Angreifer Sven König belohnte die Trierer Dominanz in der 32. Minute mit einem sehenswerten Distanzschuss in den Torwinkel – 2:0.

Anzeige

„Wir haben das Spiel in der Anfangsphase verloren“, analysierte Trainer Roland Seitz nach der Partie. „Ein individueller Fehler, ein Traumtor – dann wird es gegen so ein Team extrem schwer. Wir hatten genug Möglichkeiten, aber einfach nicht das Tor gemacht.“ Tatsächlich kamen die Homburger nach einer halben Stunde besser ins Spiel: Simon Joachims prüfte Triers Keeper Radomir Novakovic, kurz darauf scheiterte Markus Mendler an einem Block der Defensive. Doch das Spielglück blieb auf Seiten der Eintracht, die mit aggressivem Pressing und hoher Laufbereitschaft immer wieder Akzente setzte.

Nach dem Seitenwechsel übernahm Homburg das Kommando, drängte auf den Anschlusstreffer – und scheiterte wiederholt an Novakovic oder der eigenen Ungenauigkeit. Justin Petermann verpasste kurz nach seiner Einwechslung das 1:2 knapp, Ken Mata und erneut Mendler fanden ebenfalls keine Lücke. Auch in der Schlussphase rollte Angriff auf Angriff auf das Trierer Tor, doch der Ball wollte nicht über die Linie. „Wir hatten ein Spiel auf ein Tor, aber der letzte Punch hat gefehlt“, so Seitz. Kapitän Mart Ristl, der in Trier sein 150. Pflichtspiel für den FCH bestritt, brachte es auf den Punkt: „Wir haben es in der ersten Halbzeit vergeigt. Fehler passieren, aber heute war so ein Spiel, da hätten wir zehn Stunden spielen können – wir hätten kein Tor gemacht.“

Trotz der Niederlage bleibt der Gesamteindruck unter dem Strich durchaus positiv. Einsatz, Wille und Moral stimmten, die Spielanlage war über weite Strecken ordentlich, erspielte sich ein Eckenverhältnis von 11:1 – doch in den entscheidenden Momenten fehlte die Konsequenz. „Man kann den Jungs keinen Vorwurf machen, was Einstellung und Aufwand angeht“, betonte Seitz. „Aber wer in Trier punkten will, muss seine Chancen nutzen. Am Ende war der Sieg für die Eintracht verdient, weil sie in den Schlüsselszenen einfach wacher war.“

Damit endet die Homburger Serie von sieben ungeschlagenen Spielen, in der Tabelle bleibt der FCH mit 20 Punkten im oberen Mittelfeld. Für Eintracht Trier war es der sechste Heimsieg im siebten Spiel – und ein verdienter, weil leidenschaftlicher Erfolg. Homburg dagegen wird die Partie schnell abhaken, ohne sie zu unterschätzen. „Wir wissen, was wir können – und was wir besser machen müssen“, fasste Seitz zusammen. „Insgesamt vieles ordentlich, aber nicht gut genug, um so ein Spiel zu gewinnen.“

Anzeige

Am kommenden Sonntag geht es für den FC 08 Homburg weiter zur SG Barockstadt Fulda-Lehnerz. Dort muss die Mannschaft wieder an ihre Effizienz der Vorwochen anknüpfen – und zeigen, dass der Rückschlag von Trier nur ein kurzer Stolperer war.

(Visited 207 times, 1 visits today)
Anzeige