Roland Seitz, Cheftrainer des FC Homburg - Foto: Markus Hagen
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Sportlich blickt der FC 08 Homburg auf ein Jahr mit vielen Ausschlägen nach oben und unten zurück. Während der Regionalligist in der Liga hinter den eigenen Erwartungen blieb, sorgte der Gewinn des Saarlandpokals 2025 für einen der (wenigen) Höhepunkte der jüngeren Vereinsgeschichte. Der Traum von der Dritten Liga bleibt dennoch vorerst unerfüllt.

Die Saison 2024/25 endete für die Grün-Weißen nur auf dem achten Tabellenplatz. Roland Seitz, der im Januar als neuer Cheftrainer übernommen hatte, konnte den großen Rückstand auf die Spitzenteams nicht mehr aufholen. Bereits zur Winterpause lag der FCH lediglich auf Rang zehn, am Ende betrug der Abstand zum Meister TSG Hoffenheim II deutliche 28 Punkte. Das ausgegebene Ziel, bis zum Saisonende im Meisterschaftsrennen mitzuwirken, wurde damit klar verfehlt.

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Für positive Schlagzeilen sorgte der FC Homburg jedoch im Saarlandpokal. Höhepunkt war das Halbfinale gegen den Drittligisten 1. FC Saarbrücken vor rund 10.000 Zuschauern im Homburger Waldstadion. Minos Gouras avancierte mit zwei Treffern zum Matchwinner, der FCH setzte sich überraschend mit 2:1 durch. Im Finale folgte ein deutlicher 9:0-Erfolg gegen den Saarlandligisten FC Palatia Limbach – der höchste Finalsieg in der Geschichte des Wettbewerbs. Mit dem Pokalgewinn qualifizierte sich der FC Homburg für die erste Runde des DFB-Pokals 2025/26.

Im Sommer leitete Seitz einen umfassenden Umbruch ein. Nach der Trennung von Dieter Gerstung übernahm der 60-Jährige zusätzlich das Amt des Sportdirektors und verantwortete die Kaderplanung. 14 Spieler verließen den Verein, 16 Neuzugänge kamen hinzu. Doch erneut wurde der FCH von Verletzungssorgen ausgebremst. Hoffnungsträger Hilal El-Helwe zog sich vor Saisonbeginn eine komplizierte Sprunggelenksfraktur zu, Innenverteidiger Michael Heilig laborierte an den Folgen eines Kreuzbandrisses, auch Justin Petermann fiel zeitweise aus. „Uns war klar, dass es seine Zeit dauern würde, bis wir aus den vielen Neuzugängen eine wettbewerbsfähige Mannschaft formen können“, erklärte Seitz rückblickend.

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Der Start in die Regionalliga-Saison 2025/26 verlief entsprechend holprig. Nach einem 1:1 gegen Hessen Kassel folgte eine 3:5-Niederlage beim SC Freiburg II. Im DFB-Pokal schied der FC Homburg gegen Holstein Kiel vor 5.200 Zuschauern mit 0:2 aus. In der Liga stabilisierte sich die Mannschaft zunächst, arbeitete sich nach Siegen gegen Bahlingen und Balingen bis auf Rang fünf vor, ließ jedoch vor allem im Waldstadion zu viele Punkte liegen. Unentschieden gegen Steinbach-Haiger, Großaspach und Mainz 05 II verhinderten eine bessere Platzierung.

Ein Ausrufezeichen setzte der FCH beim damaligen Spitzenreiter SVG Freiberg. Nach einem engagierten Auftritt gewann Homburg dort mit 2:1 und fügte den Gastgebern die erste Saisonniederlage zu. Doch erneut folgten Rückschläge. Niederlagen in Trier und Sandhausen sowie Punktverluste in Fulda und Alzenau warfen die Mannschaft zurück. „Wir hätten viele Spiele früher entscheiden müssen“, bilanzierte Seitz, der vor allem die mangelnde Chancenverwertung kritisierte.

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Zum Jahresende hin zeigte die Formkurve wieder nach oben. Sieben Punkte aus den letzten drei Ligaspielen brachten den FC Homburg auf den sechsten Tabellenplatz. Nach 20 Spieltagen stehen 34 Punkte und ein Torverhältnis von 40:27 zu Buche. „Mit dieser Bilanz können wir nicht zufrieden sein. Da war mehr möglich“, stellte Kapitän Mart Ristl fest. Der Rückstand auf die Spitzenteams ist dennoch beträchtlich. Für die Rückrunde hofft Seitz auf die Rückkehr wichtiger verletzter Spieler und auf Verstärkung im Sturm. Der Pokalsieg bleibt das Highlight eines Jahres, in dem der FC Homburg sportlich nicht die erhoffte Konstanz fand.

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