Es war ein Abend, wie ihn nur ein echter Sommer zulassen kann: Ein bisschen Regen, ein Hauch Nostalgie und ganz viel Musik. Die Wonderfrolleins brachten am Donnerstagabend den Innenhof der Gustavsburg zum Klingen – und das Publikum zeigte sich wetterfest, tanzfreudig und bester Laune. Die schönsten Eindrücke vom Abend seht ihr in unserer Bildergalerie direkt unter dem Bericht!

Als kurz vor Konzertbeginn der Himmel seine Schleusen öffnete, zückten die Besucher gelassen ihre Schirme. Viele waren vorbereitet, andere suchten sich spontane Lösungen – aber gegangen ist kaum jemand. Denn was auf der Bühne angekündigt war, wollte man nicht verpassen: Eine musikalische Reise in die 50er- und 60er-Jahre, gespickt mit Witz, Leichtigkeit und einem ganz eigenen Sound.

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Bereits im Vorverkauf waren über 200 Karten für das Konzert der Wonderfrolleins verkauft worden, doch bis zum Beginn strömten noch einmal rund hundert weitere Gäste in den malerischen Hof der Gustavsburg. Die Veranstaltungsreihe Kultur im Museum hatte einmal mehr einen Nerv getroffen – und bewiesen, dass sich Publikum und Programm auch bei leichtem Sommerregen nicht ausbremsen lassen.

Petticoats, Caprifischer und karibischer Groove

Auf der Bühne: Drei Musikerinnen mit Können, Charisma und klarer Botschaft. Andrea Paredes Montes (Gesang, Gitarre), Lexi Rumpel (Bass) und Isabelle Bodenseh (Querflöte, Percussion) entführten ihr Publikum mit „Capri-Fieber“ und Heimatfilm-Kitsch in die gute alte Zeit – ohne darin stecken zu bleiben. Denn zwischen „Wenn bei Capri die rote Sonne im Meer versinkt“ und „Let’s twist again“ blitzten auch Swing, Soul und tropische Klänge auf.

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Spätestens als Rainer Rumpel alias Don Giorgio am Schlagzeug für rhythmischen Schub sorgte, hielt es kaum noch jemanden auf den Plätzen. Einige tanzten, andere wippten – und viele summten bekannte Refrains mit. Die Wonderfrolleins lieferten kein reines Nostalgieprogramm, sondern ein augenzwinkerndes Bühnenerlebnis mit viel musikalischem Können und noch mehr Herz.

Ein Abend, der hängen bleibt

Trotz dunkler Wolken, trotz nasser Schultern: Die Stimmung war leicht. Der Innenhof der Gustavsburg bot einmal mehr das perfekte Ambiente – mit illuminierten Mauern, guter Versorgung und einem Publikum, das bewies, dass Kultur im Freien auch dann funktioniert, wenn das Wetter mal nicht ganz mitspielt.

So endete der Abend nicht mit einem Donner, sondern mit Applaus – und vielen glücklichen Gesichtern. Die Wonderfrolleins hatten geliefert. Und Homburg gezeigt: Es braucht nicht viel für einen unvergesslichen Sommerabend. Nur gute Musik. Und ein bisschen Durchhaltevermögen.

Alle Bilder: Friedel Simon