Foto: FC 08 Homburg

Manchmal liegen Freude und Leid eng beieinander. Für den FCH liegen zwei Tage dazwischen: Nach dem bitteren Ausgleich in der Nachspielzeit gegen den FSV Frankfurt, machte es der FC 08 Homburg am gestrigen Dienstag Abend besser und wandelte mit einer tollen Moral einen 2:0-Pausenrückstand noch in einen 3:2-Auswärtssieg um. 

Dabei begann die Partie beim FC Astoria Walldorf wie so oft in dieser Saison: der FCH startet forsch, erspielt sich erste hochkarätige Chancen ohne daraus Kapital schlagen zu können. Gestern war es Ex-FCHler Guiseppe Burgio, der in der 8.Spielminute frei stehend den Ball zum 1:0 in die Maschen setzte, und das fehlende Torglück der Grün-Weißen bestrafte. Denn zuvor hämmerte Patrick Dulleck, der für den angeschlagenen Damjan Marceta in der Startelf stand, nach drei Minuten seinen Abschluss nach Flanke von Jannik Sommer, der ebenfalls von Beginn an ran durfte, nur an die Latte. Und es kam noch schlimmer: in der 14.Minute trifft Burgio aus ähnlicher Position wie beim Führungstreffer nur den Pfosten, macht es aber in der 31.Minute besser. Eine Hereingebe von Christoph Becker landet vor den Füßen des Italieners, der auf 2:0 erhöhen kann. Homburg zu einfallslos und umständlich, um die Hausherren im ersten Spielabschnitt in Verlegenheit zu bringen. So geht es mit einem verdienten Rückstand in die Kabinen.

In der Halbzeitansprache scheint Trainer Matthias Mink die richtigen Worte gefunden zu haben, der FCH wie ausgewechselt – und erfolgreich. Tim Stegerer spielt auf Rechtsaußen zu Philipp Hoffmann, der lässt zwei Gegenspieler stehen und schlenzt mit einem wunderbaren Ball die Kugel zum wichtigen 2:1-Anschlusstreffer ins Netz (51.). Auch wenn Grün-Weiß nun besser in der Partie ist, bleibt Walldorf gefährlich: Direkt nach dem Gegentreffer hat wieder mal Burgio die Möglichkeit (51.), trifft aber den Ball nicht richtig, Becker wird in aussichtsreicher Position entscheidend von Maurice Springfeld am Abschluss gestört (57.). Dazwischen hat Loris Weiss die Chance auf den Ausgleich, verzieht aber freistehend (54). Dieser sollte dann in der 62.Minute fallen: Luca Plattenhardt bricht auf der linken Seite durch und bedient den in der Mitte freistehend Weiss. Der lässt noch seine Gegenspieler stehen und schiebt überlegt ein. Der 2:2-Ausgleich!

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Der FCH hat nun Blut geleckt und will mehr. Es dauert aber bis zur 83.Minute, bis was zählbares herausspringt. Nach einer Ecke von Weiss verschätzt sich Walldorfs Keeper Kristof und der Ball landet bei Stefano Maier, der hellwach zum 3:2 einschiebt. Schon letzte Saison setzte Innenverteidiger Stefano Maier nach einem 3-Tore-Rückstand in der Schlussminute mit seinem Treffer zum damaligen 3:3 den Schlusspunkt. Gestern war es der Siegtreffer. Denn die Schlussoffensive der Gastgeber bleibt aus, die gelb-rote Karte für Astoria´s Max Müller hatte auch nur noch statistische Wert. Damit siegt der FCH, nach einer deutlichen Leistungssteigerung im zweiten Spielabschnitt nicht mal unverdient, mit 3:2 bei Astoria Walldorf und schiebt sich vorläufig auf den 3.Tabellenrang.

Sicherlich überwiegt die Freude über die drei Punkte und die gezeigte Moral. Doch die Anzahl der Gegentore wirft Fragen auf: sprechen 21 erzielte Tore für die offensive Spielweise, sind 14 Gegentore in 10 Spielen, auch für die eigenen Ansprüche, sicherlich zu viel. Zumal es oftmals – wie gegen Frankfurt – Geschenke an den Gegner sind. Gerade in der Defensivarbeit benötigen die Grün-Weißen also in den kommenden Wochen mehr Stabilität, um die gute Tabellenposition und die bisher gezeigten überwiegend guten Leistungen zu bestätigen. Und wer weiß, was dann in dieser verrückten Runde noch möglich ist…

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