Symbolbild

Mit Stau und dichtem Reiseverkehr müssen Autofahrinnen und Autofahrer am kommenden Wochenende rechnen. Wenn am Donnerstag die Schulferien in Baden-Württemberg, am Freitag in Bayern als letztes Bundesland beginnen, sind alle Bundesländer im Urlaubsmodus. Familien aus Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern machen sich an ihrem letzten Ferienwochenende dann bereits auf den Heimweg.

Besonders voll wird es nach Schätzungen des ADAC am Freitagnachmittag auf den klassischen Ferienrouten auf der A5 in Richtung Schweiz und Italien sowie in Richtung Allgäu und Österreich auf der A8, wenn Urlauber und Pendler gleichzeitig unterwegs sind. Aber auch am Samstagvormittag, dem klassischen An- und Abreisetag sowie am Sonntagabend, wenn Kurzurlauber, Wochenendpendler und Urlaubsheimkehrer unterwegs sind. Urlaubsheimkehrer aus den nördlicheren Bundesländern sorgen in umgekehrter Richtung für volle Straßen. Um den Reiseverkehr zu entlasten, gilt das Lkw-Fahrverbot im Juli und August neben Sonn- und Feiertagen auch an Samstagen.

Zeitverluste sind laut ADAC Nordbaden e.V. aufgrund von Baustellen in folgenden Bereichen zu erwarten: Auf der A5 am Walldorfer Kreuz, bei Kronau, Bruchsal, Rastatt und Ettenheim, auf der A6 zwischen Wiesloch/Rauenberg und dem Weinsberger Kreuz sowie auf der A8 ab dem Kreuz Leonberg und im weiteren Verlauf bis Ulm. Durch die anhaltende Pandemielage entscheiden sich mehr Menschen für den Urlaub in Deutschland, wählen das Ziel kurzfristig je nach Corona-Beschränkung und Wetterlage oder besuchen Naherholungsziele vor der Haustür. Daher ist der klassische Stau in Richtung Süden weniger stark ausgeprägt, es gibt mehr, aber kürzere Staus in alle Richtungen. Zusätzlich rechnet der Automobilclub an den Wochenenden abseits der Autobahnen wieder wie im vorigen Jahr mit starkem Verkehr und überfüllten Parkplätzen an bekannten Ausflugszielen.

Wie Urlauberinnen und Urlauber möglichst entspannt an den Urlaubsort kommen, weiß ADAC Touristik-Experte Jürgen Herbrich:

Wann losfahren? „Zeitlich flexible Urlauber sollten entweder gleich am Donnerstag starten oder bis Montag oder Dienstag warten.“ Die höchste Verkehrsbelastung erwartet der ADAC am Freitagnachmittag und Samstagvormittag, am Sonntag wird Hin- und Rückreiseverkehr ganztags die Straßen belasten. Wer freitags losfahren möchte, sollte die frühen Morgenstunden wählen, um dem Pendlerverkehr nachmittags auszuweichen. Samstags sind die Nachmittagsstunden weniger staubelastet als der Vormittag.

Nachtfahrt? Nicht jedem zu empfehlen. „Auf keinen Fall am Abend nach dem letzten Arbeitstag losfahren,“ warnt Herbrich. Die Fahrt bei Dunkelheit fordert volle Konzentration. Am besten ausgeruht am Abend starten, regelmäßig Pausen einlegen und bei ersten Anzeichen von Müdigkeit einen sicheren Parkplatz ansteuern, um ein Nickerchen einzulegen und vor der Weiterfahrt mit etwas Bew3syegung an der frischen Luft den Kreislauf wieder in Schwung bringt.

Route planen. Nicht immer ist der kürzeste Weg auch der schnellste, daher sollte man die Baustellen auf der Strecke kennen und eine Alternativroute parat haben. Hilfreich sind die Verkehrsinformationen unter adac.de oder von Navigations-Apps. Eine detaillierte Landkarte gehört aber auf jeden Fall ins Auto! Viel Spaß macht es, gemeinsam mit den Kindern die Route anhand einer Landkarte zu planen. Gegen Langeweile unterwegs können dann während der Fahrt Berge, Burgen oder Seen, die am Wegrand liegen, gemeinsam identifiziert werden.

Corona-Einschränkungen beachten: Da sich die Vorschriften für Transit- und Urlaubsland derzeit dynamisch ändern, rät Herbrich zur regelmäßigen Information vor der Abreise. Unter adac.de und dem Stichwort Coronavirus veröffentlicht der Club tagesaktuell die Bestimmungen für Einreise, Heimreise sowie weiterführende Links zu nötigen Formularen.

Pausen einlegen. Alle zwei Stunden sollte die Fahrt unterbrochen werden, mit Kindern an Bord eher in kürzeren Abständen. Für die Mittagspause rät Herbrich, bereits im Vorfeld abseits der Autobahn einen kinderfreundlichen Gasthof oder einen schattigen Platz mit Möglichkeiten zum Austoben festzulegen.

Über Mautgebühren informieren. Wer sich die nötige Vignette oder Videomaut schon vorab besorgt, spart sich das Anstehen an der letzten Tankstelle vor der Grenze. In den ADAC Geschäftsstellen sind – auch für Nichtmitglieder – Vignetten für die Schweiz, Österreich und Slowenien sowie die Videomaut für Brenner, Tauern, Phyrn, Arlberg, Karawanken zu haben. Wichtig zu wissen: Die digitale Alternative zum klassischen „Klebe-Pickerl“ ist ab dem 18. Tag nach dem Online-Kauf gültig. Sie ist also nichts für Kurzentschlossene. Der Grund: Kunden haben in Europa bei jeder Online-Bestellung das Recht, innerhalb von zwei Wochen vom Kauf zurückzutreten. Dazu wird mit drei Tagen Postlaufzeit gerechnet. Beim Direkterwerb, z.B. in der ADAC Geschäftsstelle, entfällt die gesetzliche Sperrfrist und die Vignette ist sofort gültig.

Die Mitarbeiter des ADAC Nordbaden beantworten Fragen zu Mautgebühren unter T 0721 810 40.

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