Das "Cross against Cancer" Team - Foto: Andreas Neumann

Wer an eine Laufveranstaltung in der Heimat für wohltätige Zwecke denkt, der landet natürlich direkt beim „Cross against Cancer“ Lauf. Seit 2015 existiert er, hat sich zum Ziel gesetzt das Thema Krebs in der Öffentlichkeit noch zugänglicher zu machen, Berührungsängste abzubauen, Menschen zu helfen und den Beteiligten auch noch jede Menge Freude und Gesundheit zu bereiten.

Hinter dem Lauf steht der Verein „Miteinander gegen Krebs e.V“. Seine Zielsetzung: Die Verhütung und Bekämpfung von Krebserkrankungen, insbesondere auch Maßnahmen und Hilfen für Krebserkrankte. Der Lauf selbst ist zum „Lauffeuer“ geworden, nicht über die Jahre sondern direkt von Anfang an. Zahlreiche Unterstützer und Sponsoren nahmen sich sofort dem Thema an und immer mehr Menschen trafen sich Jahr für Jahr zum großen Event. Solange bis die Pandemie ein Umdenken erforderlich machte. So verschwand der „Cross against Cancer“ zwar in der Realversion, nicht aber von Homburgs Straßen und nicht aus den Herzen der Menschen. Ganz im Gegenteil.

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Natürlich haben die Veranstalter lange überlegt ob man den Lauf 2021 doch irgendwie wieder offline anbieten kann und soll, letztendlich wurde es dann aber doch zum zweiten Mal nach 2020 die virtuelle Version. Wie funktionert das? Ganz einfach: Man meldet sich über die bekannte Homepage mit seinen Daten an. Damit verbunden ist eine Startgeldzahlung von 15,00 €, es folgt eine Mail mit den Zugangsdaten inklusive der Startnummer. Wer möchte kann sich diese Startnummer dann auch ausdrucken und schon kann es losgehen. Laufen kann man dann „wie man lustig ist“ und welche Strecken man auch immer möchte. Über eine Gesamtzeit von 12 Wochen kann man an beliebigen Zeitpunkten bis zu 12 Läufe absolvieren und diese dann online eintragen und dokumentieren. Die gesammelten Kilometer werden am Ende aufsummiert.

Grundsätzlich handelt es sich ja um eine Laufveranstaltung, daher denkt man in erster Linie an die fitten Jogger. Aber auch eine flotte Gassirunde mit dem Hund oder ein ehrgeiziger Spaziergang sind gern gesehen und wurde bereits im letzten Jahr vielfach umgesetzt. „Es geht uns darum die Menschen an die frische Luft zu bringen und auch in Zeiten von Corona daran zu erinnern, dass es noch andere Krankheitsbilder gibt und dass man virtuell zusammenhält“, sagt die Pressebeauftragte Laura Ketter im Gespräch mit HOMBURG1.

„Zusammenhalten“ – das ist übrigens auch das Motto der diesjährigen Lauf-Version und das Motto glänzt auch auf den Medaillen, die alle Teilnehmer zusätzlich der Laufhandschuhe kostenlos zugeschickt bekommen. Die Resonanz ist wie im letzten Jahr auch, hervorragend. Bereits über 900 Läuferinnen und Läufer haben sich angemeldet, man erwartet aber hier aus Erfahrung noch einige mehr. „Durch die virtuelle Variante haben wir seit dem letzten Jahr einen großen Zulauf bekommen, erzählt Laura Ketter. „Es ist tatsächlich so, dass wir Teilnehmer beispielsweise auch aus Frankreich und Italien haben, die mitlaufen und uns unterstützen“. Auch wenn die virtuelle Version mega gut ankommt, es sei schon spürbar, dass sich die Läufer nach „einer realen Veranstaltung“ sehnen.

Bild: Veranstalter

Über ganz viele Kanäle, gerade auch Social Media will man versuchen so viele Menschen wie möglich zu motivieren. In Nicht-Pandemiezeiten wurde 12 Wochen vor dem offiziellen Lauf immer dazu eingeladen, gemeinsam mit den Veranstaltern ein Lauftraining zu absolvieren. Das wurde angenommen, dadurch ließen sich viele zusätzlich motivieren. Der Lauf sprach sich schnell rum und animierte auch Betroffene und Laufgruppen an der Veranstaltung teilzunehmen. 2021 spricht sich alles virtuell rum, das sei durchaus schwieriger, würde aber insgesamt doch sehr gut gelingen.

Diese Jahr gibt es für alle Teilnehmer zusätzlich Laufhandschuhe. – Bild: Veranstalter

Ein ganz besonderes Highlight gibt es dieses Jahr am Ende der „Laufzeit“ Für den 19. September haben die Veranstelter einen gemeinsamen virtuellen Abschlußlauf geplant. Über eine App loggen sich die Teilnehmer parallel ein und laufen ortsunabhängig ihre Strecke. Unterwegs werden sie alle über die App per Audio motiviert und unterhalten, vom Original-Stadionsprecher, von den Veranstaltern selbst und auch den Sponsoren. Das Ganze kostet keine Extragebühren, es stärkt noch einmal das Gemeinsamkeitsgefühl und sorgt so für noch mehr erlaufene Kilometer im Gesamtresümee.

Übrigens, 10,00 € des Startgeldes werden in diesem Jahr wieder gespendet. Die Erlöse gehen direkt an die Saarländische Krebsgesellschaft. Wir haben unsere Laufschuhe bereits startklar gemacht, wie sieht es bei euch aus?

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