Der Weg vieler junger Menschen ins Berufsleben geht über eine fundierte Ausbildung in den unterschiedlichsten beruflichen Bereichen. Viele Firmen tun sich jedoch schwer damit das Thema Ausbildung so zu forcieren wie sie es gerne möchten. Oft fehlt einfach nur die Zeit oder auch der Platz vor Ort. Im handwerklichen Bereich zeichnet sich hierzulande das Ausbildungszentrum Homburg, kurz AZH, seit Jahren für viele unterschiedliche Arten von Verbundausbildungen verantwortlich. Hier ist man darauf spezialisiert die Fachkräfte von morgen fit zu machen. Wir haben mit dem Teamleiter Ausbildung und Ausbilder im Elektrobereich, Kai Staudt, über die erfolgreiche Arbeit des Unternehmens AZH und die vielen Vorteile einer solchen Ausbildung, sowohl für die Firmen als auch die Lehrlinge, gesprochen.

HOMBURG1: Hallo Herr Staudt, erzählen Sie uns doch etwas über das Ausbildungszentrum Homburg. Was zeichnet Sie aus, wo liegen Ihre betrieblichen Kompetenzen?

Kai Staudt: Wir machen hier Verbundausbildungen für Firmen, die ihre komplette Erstausbildung nicht im Betrieb machen. Die AZH zeichnet sich dadurch aus, dass man gegenüber den Mitbewerbern ganz anders ausgestattet ist. Die AZH ist außerdem ein Familienunternehmen, das ist in dieser Form in Bezug auf die Verbundausbildungen auch einmalig. Daraus resultieren firmenintern sehr kurze Wege. Hauptansprechpartner ist dabei Geschäftsführer Julian Seiler, der die Geschicke des Unternehmens bereits seit 2011 erfolgreich lenkt. Durch die Nähe und die schnellen Wege ist man auch immer sehr nah an der Industrie und den Berufsschulen selbst. Dadurch kann man schnell reagieren, umstellen oder ändern.

Kai Staudt in der Ausbildungshalle der AZH in Homburg – Bild: Stephan Bonaventura

HOMBURG1: Was bedeutet Verbundausbildung eigentlich und wo liegen sowohl für das Unternehmen als auch für die Auszubildenden die jeweiligen Vorteile?

Kai Staudt: Wir geben den Firmen die Möglichkeit Ausbildungsteile für sie zu übernehmen, die der Betrieb selbst nicht stemmen kann. Die Gründe hierfür können sehr unterschiedlich sein. Beispielsweise hat der Betrieb keine eigene Lehrwerkstatt, eine bestimmte Austattung fehlt oder man verfügt einfach nicht über die benötigten Arbeitskräfte dafür. Genau hier kommen wir dann ins Spiel.

Es ist so, dass die Azubis abseits der Berufsschule jeweils die ersten 18 Monate bei uns bleiben und hier die Inhalte des Ausbildungsrahmenplans komplett vermittelt bekommen. Das heißt jeder unserer Kunden bekommt zum gleichen Zeitraum, „Abschlussprüfung Teil 1“, seinen Azubi mit dem gleichen und geforderten Wissensstand übergeben. In dem Zeitraum wurden dann alle Inhalte vermittelt und der Betrieb muss sich keine Gedanken machen ob der Azubi die Dinge auch wirklich kann. Die jungen Menschen können dann direkt in den jeweiligen Abteilungen eingesetzt werden. Das ist für Firmen ein echter Vorteil. Gerade Unternehmen, die keinen Vollzeit-Ausbilder haben tun sich schwer. Die Menschen haben ja tagsüber noch einen anderen Job in der Firma. Man kann sich dann gar nicht so intensiv um die Azubis kümmern wie es bei uns möglich ist. Bei uns ist nämlich genau das der Auftrag. Wir bilden aus – und das Vollzeit.

HOMBURG1: Wieviele Firmen nutzen Ihren Service, wer steht hier auf der langen Liste?

Kai Staudt: Wir arbeiten beispielsweise für die Schaeffler Technologies AG & Co. KG, die Creos Deutschland GmbH oder auch die Karlsberg Brauerei GmbH. Weiterhin gehören zu den Kunden z.B. die OTIS GmbH & Co. OHG, die Loacker Saar Recycling GmbH und viele mehr. Insgesamt sind es fast 30 Unternehmen. Im Vergleich ist Schaeffler unser größter Kunde in der Azubianzahl. Die Qualität der Ausbildung ist hier aber durch die Linie gleich, da gibt es keine Unterschiede. Einzig die Anzahl der Azubis schwankt natürlich von Jahr zu Jahr ein wenig. In diesem Jahr war die Schwankung noch ein wenig höher da manche Firmen einfach niemanden gefunden haben oder auch nicht rechtzeitig entsprechende Vorstellungsgespräche machen konnten. In diesem Jahr jedenfalls haben 36 Azubis ihre Ausbildung bei uns im Haus begonnen.

Bild: Stephan Bonaventura

HOMBURG1: Welche Hürden muss eine Firma gehen um die Auszubildenenden durch die AZH unterrichten zu lassen?

Kai Staudt: Das kommt auf den Ausbildungsberuf an. Es läuft normalerweise so, dass die Industrie- und Handelskammer des Saarlandes (IHK) bei dem entsprechenden Betrieb, der ausbilden möchte, eine Besichtigung macht. Die Betriebe sagen dann was sie ausbilden möchten, dann wird entschieden ob dies im Betrieb funktioniert oder eben wir als Verbundpartner hier unterstützen. Mit uns als Verbundpartner wird einfach schon sehr viel abgedeckt was der Betrieb zum Ausbilden braucht.

HOMBURG1: Und wie sieht die Resonanz nach der Ausbildung aus?

Kai Staudt: Bei unseren Kunden gehen eigentlich alle direkt in eine Anstellung über. Manche bieten erst einmal eine befristete, manche direkt eine Festanstellung an.

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