Armend Qenaj Foto: FC 08 Homburg
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Das Topspiel im Waldstadion bietet nicht nur sportlich eine reizvolle Ausgangslage, sondern auch zahlreiche persönliche Geschichten. Wenn der FC Homburg auf Tabellenführer SGV Freiberg trifft, geht es um die Bestätigung des Hinspielsiegs – und um ein Wiedersehen mit mehreren ehemaligen Weggefährten auf beiden Seiten.

Der FC Homburg geht als Tabellenvierter in das Spitzenspiel der Regionalliga Südwest gegen die SGV Freiberg. Der Rückstand auf den Tabellenführer beträgt 13 Punkte, dennoch wollen die Grün-Weißen am Samstag um 14 Uhr im Waldstadion zeigen, dass der 2:1-Erfolg aus dem Hinspiel kein Zufall war. FCH-Trainer Roland Seitz sagt: „Wir wollen vor eigenem Publikum zeigen, dass wir an einem guten Tag in der Lage sind, auch gegen die Topteams der Liga zu gewinnen.“ So wie vor zwei Wochen, als seine Mannschaft beim Tabellenzweiten SG Sonnenhof Großaspach mit 2:1 gewann.

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Während Freiberg mit den ehemaligen Homburgern Leon Petö und Minos Gouras anreist und Revanche für die erste Saisonniederlage am 11. Spieltag nehmen will, ist auch die Motivation auf Homburger Seite besonders hoch. Mit Armend Qenaj, Hilal El Helwe und Torhüter Michael Gelt standen drei FCH-Spieler noch in der vergangenen Saison bei der SGV unter Vertrag. Alle drei betonen, dass dieses Duell eine besondere Bedeutung hat. „Klar wollen wir gewinnen, vor allem vor unseren Fans“, sagt Qenaj, der mit einer emotionalen Partie rechnet. Er erinnert sich auch gerne an das Hinspiel, als er nach dem zwischenzeitlichen Ausgleich kurz vor Schluss den 2:1-Siegtreffer erzielte, nachdem Markus Mendler den FCH zuvor in Führung gebracht hatte.

Auch Hilal El Helwe blickt dem Wiedersehen entgegen. Der Stürmer war im Sommer nach Homburg gewechselt, fiel jedoch nach einem Sprunggelenksbruch lange aus. Inzwischen ist der 31-Jährige zurück und hat sich nach der Winterpause wieder festgespielt. Beim 7:0-Auswärtssieg gegen den TSV Schott Mainz traf er zuletzt doppelt. „Ich habe ein gutes Gefühl, dass uns gegen die SGV Freiberg etwas Positives gelingt. Wir wollen zeigen, dass wir das bessere Team sind“, sagt der libanesische Nationalspieler. Ein Tor gegen seinen ehemaligen Verein sei dabei zweitrangig: „Hauptsache, wir gewinnen.“

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Im Tor setzt Michael Gelt auf eine stabile Defensivleistung. „Gegen den Tabellenführer zu gewinnen, ist etwas Besonderes, vor allem gegen den Ex-Verein“, sagt der 24-Jährige, der wie El Helwe und Qenaj noch bis Juni 2027 unter Vertrag steht. Sein Ziel ist klar: „Ich möchte die Null halten.“ Gleichzeitig sieht er die Ausgangslage entspannt: „Wir können befreit aufspielen, während Freiberg unter Druck steht.“ In der Tabelle ist für den FCH noch Platz drei möglich, aktuell liegt man nur einen Punkt hinter dem FSV Mainz 05 II.

Mit Roland Seitz steht zudem ein Trainer an der Seitenlinie, der selbst eine Vergangenheit in Freiberg hat. Der 61-Jährige betreute die SGV von Juni 2023 bis Dezember 2025, ehe er nach Homburg wechselte. Die besondere Konstellation spielt für ihn jedoch keine große Rolle: „Im Fußball ist es normal, dass man irgendwann wieder auf seinen ehemaligen Verein trifft.“ Vielmehr richtet er den Fokus auf die sportliche Herausforderung. Freiberg stellt mit nur 22 Gegentoren die beste Abwehr und mit 59 Treffern den zweitbesten Angriff der Liga, zudem ist das Team in diesem Jahr noch ungeschlagen. „Wie schwer die Aufgabe ist, zeigt die Tabelle. Aber wir haben keinen Druck und können auch gegen Freiberg bestehen“, so Seitz.

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Personell plant der FCH-Trainer keine Veränderungen. „Es gibt keinen Grund, die Startelf nach den Erfolgen in Großaspach und Mainz zu verändern.“ Bis auf die verletzten Tim Littmann und Nicolas Jörg steht der komplette Kader zur Verfügung.

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