Symbolbild

Wer beim Kochen gern zu Rapsöl greift, kann fast bedenkenlos zugreifen: Die Stiftung Warentest hat 24 weit verbreitete Rapsöle unter die Lupe genommen – und die meisten Produkte schneiden gut ab. Dabei spielt es kaum eine Rolle, ob es sich um ein raffiniertes oder ein kalt gepresstes Öl handelt.

Getestet wurden elf raffinierte und elf kalt gepresste Öle sowie zwei Varianten mit Buttergeschmack. Die Preisspanne fiel dabei deutlich aus: Sie reichte von 1,59 Euro bis 11,04 Euro pro Liter. Doch teurer bedeutet nicht automatisch besser. Ob günstige Eigenmarke oder Premiumprodukt – die Prüferinnen und Prüfer konnten die Mehrheit der Öle guten Gewissens empfehlen.

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Besonders deutlich äußert sich die Stiftung Warentest zu einem Thema, das in sozialen Netzwerken immer wieder für Verunsicherung sorgt. „Rapsöl ist ein echtes Multitalent in der Küche und für die Gesundheit“, sagt Dr. Jochen Wettach, Experte der Stiftung Warentest. Alle getesteten Öle lieferten reichlich Omega-3-Fettsäuren und Vitamin E. Die kursierenden Warnungen von Influencern vor Entzündungen oder gar Krebs bezeichnet er als wissenschaftlich nicht haltbar.

Ein Blick in die Geschichte entkräftet zusätzlich einen alten Vorbehalt. Die einst problematische Erucasäure wurde bereits in den 1970er Jahren durch gezielte Züchtung weitgehend aus dem Raps entfernt. Heute liegt sie weit unter den gesetzlich zulässigen Grenzwerten. Selbst nach den strengen Vorgaben des Bundesinstituts für Risikobewertung eignen sich noch 17 Produkte gut für die Zubereitung von Babybeikost.

Auch bei Schadstoffen, die etwa während der Raffination entstehen können, gibt der Test Entwarnung. In keinem der geprüften Öle ließen sich solche Substanzen in nennenswerter Menge nachweisen. Damit räumen die Testerinnen und Tester gleich mit mehreren gängigen Sorgen auf.

Auf dem Teller zeigten sich klare Unterschiede im Charakter. Die raffinierten Öle schmecken neutral und sind damit die richtige Wahl zum Braten und Frittieren. Die kalt gepressten Varianten punkten hingegen mit saatigen und nussigen Aromen, die sich besonders gut in Salaten oder beim Dünsten entfalten. Nur eines der beiden Öle mit Buttergeschmack fiel negativ auf – wegen einer mangelhaften Deklaration.

Sämtliche Ergebnisse, praktische Küchentipps und weitere Hintergründe erscheinen in der Oktober-Ausgabe der Zeitschrift Stiftung Warentest sowie online unter www.test.de/rapsoel.

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