Mit ihrer 40. Ausgabe hat die St. Ingberter Pfanne 2025 nicht nur ein rundes Jubiläum gefeiert, sondern sich selbst eindrucksvoll als einer der bedeutendsten Kleinkunstpreise im deutschsprachigen Raum bestätigt. Über vier Wettbewerbstage hinweg präsentierten sich zwölf Künstlerinnen und Künstler aus ganz unterschiedlichen Sparten auf der Bühne der Industriekathedrale Alte Schmelz – und zeigten eindrucksvoll, wie facettenreich, klug und unterhaltsam Kleinkunst sein kann.
Das Programm reichte von politischem Kabarett über Musik-Comedy und Satire bis hin zu Visual Comedy und Liedermacherkunst. Dabei wurde nicht nur gelacht, sondern auch nachgedacht. Es wurde parodiert, philosophiert, gesungen, gezeichnet – und das Publikum belohnte die Vielseitigkeit und Qualität mit anhaltendem Applaus.
Der glanzvolle Abschluss der Jubiläumswoche fand am Freitagabend im Rahmen der Preisverleihung statt. In einer fast ausverkauften Halle wurden die zwei Jurypreise, der Preis der saarländischen Kultusministerin und der Publikumspreis vergeben. Alle vier Auszeichnungen sind mit jeweils 4.000 Euro dotiert und wurden traditionsgemäß mit einer gravierten Kupferpfanne überreicht – dem Markenzeichen der St. Ingberter Auszeichnung.
Sia Korthaus überzeugte die Jury mit feinem Gespür für Sprache und Charaktere und wurde dafür mit dem ersten Jurypreis geehrt. Ihre Bühnenfiguren – ob Frohnatur vom Rhein oder karge Hallig-Persönlichkeit – trafen ins Herz des Publikums. Mit scharfem Timing, einer brillanten Stimme und einer Vielzahl origineller Ideen bot sie Kabarett auf höchstem Niveau.
Auch der zweite Jurypreis wurde vergeben – an Piero Masztalerz, der mit seiner Cartoonsatire das klassische Kabarettformat sprengte. In einem furiosen Ein-Mann-Dialog ließ er schrullige, teils absurde Charaktere zu Wort kommen, entlarvte Märchenfiguren und Vorurteile gleichermaßen – und überzeugte mit einem Auftritt, der wie ein animierter Comic auf die Bühne gebracht wirkte. Der Jurypreis würdigte insbesondere seine Originalität und künstlerische Handschrift.
Der Preis der saarländischen Kultusministerin, vergeben von der Jugendjury, ging in diesem Jahr an Florian Wagner – ein Mann, ein Klavier und eine Show, die ihresgleichen sucht. Mit spielerischer Virtuosität verband Wagner Klassik mit Pop, Beethoven mit Helene Fischer und Musik mit Haltung. Die Jugendjury zeigte sich begeistert: „The Show bzw. Flo must go on!“
Und auch das Publikum war sich einig: Florian Wagner wurde zum Doppelpreisträger und durfte zusätzlich den Publikumspreis mit nach Hause nehmen. Hochmusikalisch, charmant, augenzwinkernd und mit großem Showtalent überzeugte er das gesamte Haus – und setzte damit das finale Glanzlicht auf eine rundum gelungene Jubiläumsausgabe der St. Ingberter Pfanne.





















