Bei dem Empfang im St. Ingberter Rathaus kamen die Bergkapelle aus Esch/Alzette, Oberbürgermeister Ulli Meyer sowie die Beigeordneten Olaf Blaumeiser und Albrecht Hauck zusammen. — Foto: Giusi Faragone
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Musik als Brücke zwischen zwei Nationen: Am Samstag, 4. Juli 2026, hieß Oberbürgermeister Prof. Dr. Ulli Meyer die Bergkapelle Esch/Alzette im Kuppelsaal des St. Ingberter Rathauses willkommen. Die luxemburgischen Gäste waren gekommen, um die Freundschaft mit der hiesigen Bergkapelle zu vertiefen – und wurden dabei in einem feierlichen Rahmen empfangen.

In seiner Begrüßung stellte Meyer die gemeinsame Wurzel beider Städte in den Mittelpunkt. St. Ingbert und Esch/Alzette teilen eine industrielle Vergangenheit, die bis heute nachwirkt. Beide Orte sind vom Bergbau und der Schwerindustrie geprägt worden, und beide pflegen ein ausgeprägtes Bewusstsein für dieses Erbe. Den Bergkapellen kommt dabei eine besondere Rolle zu: Sie halten die bergmännische Tradition musikalisch lebendig und geben sie an nachfolgende Generationen weiter.

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Auch Emanuel Aquilotti, erster Vorsitzender der Bergkapelle St. Ingbert, ließ es sich nicht nehmen, die Gäste aus dem Nachbarland persönlich zu begrüßen. Er würdigte den freundschaftlichen Austausch zwischen den beiden Vereinen, der auf einer langen Geschichte fußt.

Wie lang diese Verbindung tatsächlich zurückreicht, machte die erste Vorsitzende der Bergkapelle Esch/Alzette in ihrer Ansprache deutlich. Die ersten Kontakte zwischen den Kapellen gehen bis in die 1960er-Jahre zurück. Über die Jahre war die Beziehung zwischenzeitlich eingeschlafen, wurde zuletzt jedoch wiederbelebt. Bereits 2024 reiste die St. Ingberter Kapelle nach Esch/Alzette, nun stand der Gegenbesuch an.

Die Redebeiträge zeichneten ein klares Bild dessen, was beide Kapellen und Städte eint: die industrielle Prägung, die Leidenschaft für Musik und Kultur sowie das gemeinsame Anliegen, die Bergmannstradition zu bewahren. So verstand sich das Treffen nicht allein als musikalische Zusammenkunft, sondern ebenso als Ausdruck einer gelebten grenzüberschreitenden Freundschaft.

Nach dem offiziellen Empfang im Rathaus verlagerte sich das Geschehen ins Freie. Auf der Bühne „Im Sumpe“ trat die Bergkapelle Esch/Alzette im Rahmen des St. Ingberter Stadtfests auf und bereicherte das musikalische Programm. Tradition, Musik und persönliche Begegnungen fanden hier zusammen – über Ländergrenzen hinweg.

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