Zur Kritik des LEV Gymnasien erklärt der bildungspolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion Jürgen Renner:

„Der als Kritik am Bildungsministerium verpackte Verbalrundschlag wirft kein gutes Licht auf die Landeselternvertretung der Gymnasien. In der Art und Weise ihrer Vorwürfe gibt sie weder für Schülerinnen und Schüler noch für deren Eltern ein gutes Vorbild ab. Sachliche und konstruktive Kritik ist jederzeit willkommen, allerdings ist der Stellungnahme der LEV Gymnasien außer wüsten Beschimpfungen nicht ein einziger alternativer Vorschlag zu entnehmen.

Die derzeitige Corona-bedingte Situation ist einzigartig. In Bezug auf Schulen und Kitas haben wir die Balance zu wahren zwischen dem verständlichen Bedürfnis nach Normalisierung und dem Bemühen, das Infektionsgeschehen und mögliche Risiken so gut es geht zu minimieren. Dabei verkennen wir weder die angespannte Situation der Kinder und Jugendlichen, noch die der Eltern und der Lehrkräfte. Ein Blick auf andere Bundesländer zeigt uns, dass Bildungsministerin Streichert-Clivot verantwortungs-volles Handeln mit Augenmaß beweist.

Die digitale Bildung hat in den letzten Monaten mit der Online Schule Saar (OSS) einen gewaltigen Schub erfahren. Das verlangt erstmal einen gewaltigen Respekt vor allen Beteiligten, die die Plattform an den Start gebracht haben. Selbstverständlich müssen die Erfahrungen der Nutzer*innen in die zielgerichtete Weiterentwicklung der Plattform einbezogen werden. Das ist unbestritten.

In der Expertenkommission zur Bildungspolitik ist die LEV Gymnasien nicht erkennbar: Keine nennenswerten Vorschläge zu Fragen der Gleichwertigkeit von Gemeinschaftsschulen und Gymnasien oder etwa zur Schulsozialarbeit und zu multiprofessionellen Teams. Alle Schritte der Kommission wurden einvernehmlich geklärt. Dass die Kommission entgegen der ursprünglichen Absicht in diesem Jahr noch nicht getagt hat, ist auch der Krisensituation geschuldet.

Die Bildungspolitik im Saarland hat die Belange aller Schulformen in den Blick zu nehmen. Dazu gehören auch Interessen und Expertise der Elternvertretungen. Der radikale Schulformegoismus der LEV Gymnasien ist jedoch nicht zielführend.“

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