Als große deutsche Hilfsorganisation ist der Arbeiter-Samariter-Bund (ASB) den humanitären Werten und der UN-Charta verpflichtet. „Wir verurteilen jede Form des Krieges, denn Krieg bringt Leid und Not über die Menschen. Deshalb verurteilen wir den Angriff auf die Ukraine entschieden“, erklärte der ASB-Bundesvorsitzende Knut Fleckenstein, als am 24. Februar die Invasion im Osten des Landes begann.

Ein halbes Jahr nach Kriegsausbruch hilft der ASB den Menschen der Ukraine unvermindert. „Während der vergangenen sechs Monate haben Tausende Helfer des ASB mit ihrem Einsatz über Grenzen hinweg Herausragendes geleistet. Dank zahlreicher Spenden wurden Hilfsgütertransporte auf den Weg gebracht, Erstunterkünfte aufgebaut, Geflüchtete medizinisch versorgt, psychosoziale Unterstützung geleistet und Lebensmittel verteilt. Das gemeinsame Engagement der Samariter in Europa mit dem regierungsunabhängigen Netzwerk von SAMARITAN INTERNATIONAL zeigt einmal mehr, was solidarische Hilfe bewirken kann“, resümiert Knut Fleckenstein.

Rund 113.000 Menschen hat der ASB mit seiner Hilfe erreicht; davon in Deutschland 50.000, in der Ukraine und Anrainerstaaten mindestens 63.000.

Rund 4.200 Helfer waren bisher für den ASB in Deutschland, in der Ukraine und den Nachbarländern im Einsatz.

Über 500 Tonnen Hilfsgüter wurden geliefert und mehr als 30 Hilfstransporte durchgeführt.

Fast drei Jahrzehnte lang ist der ASB in der Ukraine aktiv – seit 2015 auch mit einem eigenen Länderbüro. Der ukrainische Samariterbund SSU ist seit 1993 im ganzen Land tätig und schon vor Beginn des russischen Angriffs auf die Ukraine hat der ASB die Menschen in der Ostukraine regelmäßig mit Lebensmitteln, Bargeld, Heizmaterial und anderen Hilfsgütern unterstützt. „Dank der guten, jahrelangen Kontakte und Strukturen konnten wir nach Kriegsbeginn schnell unsere Kräfte bündeln und den Menschen helfen“, so der ASB-Bundesvorsitzende.

Die Hilfe des ASB geht weiter: Nach der Evakuierung des ASB-Büros im Osten des Landes konnten seit April 2022 Bürostrukturen im Westen aufgebaut werden. Zudem werden im Rahmen verschiedener Nothilfeprojekte unter anderem Bargeld und Lebensmittel an die vom Krieg betroffenen Menschen verteilt. Wegen der anhaltenden Kriegshandlungen sind Hilfsmaßnahmen in der Ukraine nach wie vor nur punktuell möglich, doch sie zeigen Wirkung. Ende Juli erreichten zwei große Hilfsgütertransporte des ASB die Städte Kiew, Chernigiv und Krementschuk. Hier verteilten die ukrainischen Samariter rund 1.700 Lebensmittel- und Hygienepakete an 2.000 kinderreiche Familien. Auch die Winterhilfe startet erneut; ab November sollen 500 Haushalte in Dnipro und Oblast während der kalten Jahreszeit unterstützt werden.

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