Das dritte Familienhilfezentrum in Bexbach, das 2015 öffnete, unterscheidet sich von den beiden anderen in der Anzahl der Maßnahmeträger. Neben den „Ambulanten Diensten“ bezogen auch eine Krippe der SPN AWO, die Jugendpflege und Familienangebote der Stadt Bexbach sowie das Jugendamt mit seinem Bezirkssozialdienst die Räumlichkeiten in der Pestalozzistraße 4. Der Kreis der Maßnahmeträger konnte hier also schon um die Stadt Bexbach erweitert werden. Das jüngste „Familienmitglied“ befindet sich in St. Ingbert in der Spitalstraße 9. Dadurch schließt sich die Präventionskette im Saarpfalz-Kreis. 

„Die Unterstützung für unsere Familien kann im Saarpfalz-Kreis nun flächendeckend und dezentral angeboten werden. Dadurch ergibt sich für alle Beteiligten in mehrfacher Hinsicht eine Win-Win-Situation. Zum einen kann den Familien früh geholfen und dadurch womöglich stärkere Eingriffe in die Familien vermieden werden. Zum anderen können die Leistungen kostengünstig mit hoher Effektivität angeboten werden. Dadurch liegen die Kosten der Jugendhilfe unter dem Landesdurchschnitt der saarländischen Landkreise“, erklärt Dr. Theophil Gallo, Landrat des Saarpfalz-Kreises. 

Das Familienhilfezentrum St. Ingbert, von dem auch als „Haus für alle Fälle“ gesprochen wird, sticht nun durch seine bemerkenswerte, vorbildliche Organisationsstruktur hervor. Neben der öffentlichen Jugendhilfe haben sich  gleich mehrere freie Träger der Jugendhilfe dort angesiedelt.

Folgende Organisationen respektive Maßnahmeträger befinden sich in St. Ingbert unter einem Dach: die „Ambulanten Hilfen“, das Caritas Zentrum Saarpfalz mit unterschiedlichen Angeboten, die Caritas Förderzentren, das Gesundheitsamt des Saarpfalz-Kreises (Nebenstelle), das Jugendamt des Saarpfalz-Kreises (Außenstelle), die Lebenshilfe Saarpfalz und das Sozialpädagogische Netzwerk der Arbeiterwohlfahrt. Weitere Träger wie das Diakonische Werk sind mit Sprechtagen vertreten. 

Wenngleich die Leistungen in den jeweiligen Familienhilfezentren aufgrund der Organisationsstruktur differieren, haben sie doch ein gemeinsames Ziel, nämlich für die Familien vor Ort Hilfen im Präventions- wie auch im Interventionsbereich anzubieten. 

 

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