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Nachhaltigkeit bleibt kein Randthema mehr, das nur in einzelnen Projektwochen aufblitzt. Im Saarland tragen inzwischen 26 Schulen das Label „Schule der Nachhaltigkeit“, zwei davon sind jetzt neu hinzugekommen: die Gemeinschaftsschule Sonnenhügel und die Gemeinschaftsschule im Rastbachtal. Bildungsministerin Christine Streichert-Clivot und Umweltministerin Petra Berg überreichten den beiden Schulen die Zertifikate gemeinsam.

Hinter der Auszeichnung steht ein Anspruch, der weit über den Klassenraum hinausreicht. „Als erstes Fairtrade-Bundesland Deutschlands haben wir im Saarland den Anspruch, Nachhaltigkeit dauerhaft in unserem Alltag zu verankern“, betonte Streichert-Clivot. Das gelte auch für die Schulen. Nachhaltigkeit präge dort nicht nur den Unterricht, sondern die gesamte Schulkultur, „vom gemeinsamen Lernen über Beteiligung bis hin zu ganz konkreten Entscheidungen im Schulalltag“.

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Besonders zentral ist dabei die Rolle der Schülerinnen und Schüler selbst. Umweltministerin Petra Berg hob hervor, dass in den ausgezeichneten Schulen die gesamte Schulgemeinschaft hinter dem Ziel stehe und die Jugendlichen aktiv mitgestalten könnten. „So erleben und gestalten unsere Kinder und Jugendlichen Nachhaltigkeit selbst mit und werden zu ganz wichtigen Multiplikatoren, indem sie dieses Thema in ihre Familien und Freundeskreise hineintragen“, sagte Berg. Für sie ist das Wertschöpfung in ihrer besten Form: „Durch Bildung schaffen wir einen bleibenden Wert für unsere Gesellschaft.“

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Wie unterschiedlich sich dieser Anspruch im Alltag füllen lässt, zeigen die beiden neu zertifizierten Schulen auf eigene Weise. Die Gemeinschaftsschule Sonnenhügel hat Bildung für Nachhaltige Entwicklung, kurz BNE, fest in ihre Schulentwicklung eingebaut. Dazu zählen der sogenannte FREI-day, eigene Profilfächer und ein Schulgarten. Die Jugendlichen entwickeln dort eigene Projekte und Angebote und prägen den Schulalltag mit. Auch soziale Teilhabe, regionale und gesunde Verpflegung sowie nachhaltige Infrastruktur und Mobilität werden mitgedacht.

An der Gemeinschaftsschule im Rastbachtal wiederum zieht sich das Thema durch viele Bereiche von Unterricht und Schulleben. Projektorientierte und fächerübergreifende Lernangebote gehören ebenso dazu wie das Profilfach Verbraucherbildung und Angebote rund um Demokratie, Klima und Globales Lernen. Ergänzt wird das Ganze durch Aktionstage, Arbeitsgemeinschaften und einen eigenen Schulgarten.

Das BNE-Schullabel richtet sich gezielt an Schulen, die Nachhaltigkeit ganzheitlich verstehen. Im Zentrum steht der „Whole School Approach“: Bildung für nachhaltige Entwicklung soll nicht in einzelnen Projekten verpuffen, sondern als Aufgabe der gesamten Schule begriffen werden. Seit sechs Jahren vergeben das Bildungs- und das Umweltressort die Auszeichnung gemeinsam. Mit den beiden neuen Schulen wächst das Netzwerk im Saarland nun auf 26 Standorte, die sich von Grundschulen über Gemeinschaftsschulen und Gymnasien bis hin zu Förder- und Berufsbildungszentren erstrecken.

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