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Auf der Chemieplattform im französischen Carling sind in den letzten Jahren umfangreiche Umstrukturierungen unter dem Projekttitel „Ambition Carling 2016“ vorgenommen worden. Zu diesem Projekt zählt auch die Errichtung einer Anlage zur Herstellung von Polypropylen-Komponenten (PPC). Zu Ablauf und Inhalt der dazu bevorstehenden öffentlichen Anhörung (Enquête publique) und den Beteiligungsmöglichkeiten am Genehmigungsverfahren informierte das saarländische Ministerium für Umwelt und Verbraucherschutz am Mittwoch die saarländischen Anrainerkommunen und die Bürgerinitiative „Saubere Luft für den Warndt“.

Die Enquête publique wird vom 14. März bis zum 15. April durchgeführt. „Die Bürgerinnen und Bürger haben wiederum die Gelegenheit, sich selbst ein Bild von dem Vorhaben zu machen. Um die Informationsbeschaffung zu erleichtern, haben wir bereits für die Übersetzung der wichtigsten Teile der Unterlagen gesorgt. Und wir haben die Originalunterlagen, die uns die Präfektur zur Verfügung gestellt hat, der Stadt Völklingen zur Offenlegung übermittelt“, führte der Minister aus. Darüber hinaus seien die deutschsprachigen Dokumente auch auf dem Themenportal „Immissionsschutz“ des Umweltministeriums (http://www.saarland.de/138361.htm) eingestellt.

Jost: „Wir werden auch als Fachbehörde die Genehmigungsunterlagen auf die zu erwartenden Auswirkungen für das Saarland prüfen. Unsere Stellungnahme werden wir den Gemeinden zur Verfügung stellen.“

Der Minister sieht diese Bemühungen seines Hauses als Fortsetzung der in den vergangenen Jahren eingeleiteten Kommunikationsstrategie: „Wir werden die Anrainerkommunen weiterhin bei Fragen zur Chemieplattform eng einbinden.“ Der Termin mit den Kommunen wurde auch genutzt, die Ergebnisse und die Inhalte der Sitzung der französischen Kommission zur Überprüfung der Chemieplattform Carling, kurz CSS, vom Januar 2016 vorzustellen.

Die Firma Total hat bei der Präfektur die Genehmigung des Betriebs einer Anlage für die Herstellung von Polypropylen-Komponenten (PPC) auf der Chemieplattform St. Avold / Carling beantragt. Das Vorhaben wurde bereits in der CSS-Sitzung vorgestellt. Es steht im Zusammenhang mit den umfangreichen Umstrukturierungsplänen durch die Fa. Total auf der Chemieplattform. Neben den neuen Produktionsanlagen für C4-Harze und für PPC stehen die bereits erfolgte Stilllegung des Steamcrackers und der damit in Zusammenhang stehenden Kohlenwasserstoff-Läger im Mittelpunkt der Maßnahmen.

Insgesamt sind die Emissionen des Industriekomplexes in Carling nach der Stilllegung der Kokerei und des ersten Steamcrackers sowie des Betriebsendes für die alten Kohlekraftwerksblöcke in den letzten Jahren deutlich zurückgegangen. Durch die nun vorgenommenen weiteren Änderungen wird sich diese positive Entwicklung fortsetzen.

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