HOMBURG1 | SAARLAND NACHRICHTEN

Das saarländische Sozialministerium sucht Gastfamilien für unbegleitete minderjährige Ausländer und hat dazu gemeinsam mit dem Sozialdienst katholischer Frauen ein Gastfamilienprogramm ins Leben gerufen. Ab sofort wird der Sozialdienst katholischer Frauen (SKF) das neue Programm saarlandweit koordinieren und betreuen. „Mi diesem Programm wollen wir den unbegleiteten minderjährigen Ausländern (umA) die Chance eröffnen, in einer saarländischen Familie aufzuwachsen  und sich in ihrer neuen Heimat wohlzufühlen“, sagte Sozialministerin  Monika Bachmann.

Die Vorsitzende des Sozialdienstes katholischer Frauen, Gaby Schäfer, ergänzt: „Der SKF bringt als anerkannter Trägerverein seit Jahrzehnten Pflegekinder und Pflegeeltern zusammen und betreut diese auch. Diese langjährige Erfahrung wollen wir in dieses neue Projekt einbringen, um den Jugendlichen in einer Familie Geborgenheit und entsprechende Entwicklungsmöglichkeiten zu geben.“

Der SkF hat zur Durchführung des Programms eine Gastfamilienberatungsstelle eingerichtet. Interessierte Familien aber auch Einzelpersonen werden durch den betreuenden Fachdienst des SkF überprüft und beraten. In diesem Verfahren lernt die zuständige Fachkraft die Familien persönlich kennen und informiert sie über alle relevanten Themen und Fragen. Die Standards für Pflegefamilien müssen selbstverständlich erfüllt werden, das heißt die potentiellen Pflegepersonen müssen gesicherte finanzielle Verhältnisse vorweisen, über ausreichend Wohnraum verfügen und außerdem ein polizeiliches Führungszeugnis sowie ein medizinisches Attest vorlegen.

Ziel soll es sein, den jungen Flüchtlingen innerhalb einer Familie ein sicheres Zuhause zu bieten und den Integrationsprozess zu fördern. „Durch das miteinander Leben und Wohnen werden die Jugendlichen Teil einer Familie und lernen sowohl unsere Kultur als auch unsere hiesigen Werte und Normen kennen“, erklärte Bachmann. „Dies erleichtert zum Beispiel auch den Spracherwerb enorm.“

Für die optimale Umsetzung des Programms ist eine zuverlässige und auf Vertrauen basierende Kooperation zwischen der zuständigen Fachkraft des SkF und der Familie auf der einen, als auch dem Jugendlichen auf der anderen Seite, während der gesamten Unterbringungszeit von zentraler Bedeutung. Das erste Seminar mit Familien, die sich bereits im Bewerberverfahren befinden, findet voraussichtlich am 5. März 2016 statt. Das Projekt wird durch das Ministerium für Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie mit rd. 42.000 Euro finanziell gefördert.

Interessierte Familien und Einzelpersonen, die sich vorstellen können, einen jungen Flüchtling bei sich aufzunehmen, wenden sich bitte an den SkF Saarbrücken.

Sozialdienst kath. Frauen e.V.

Richard-Wagner-Straße 17
66111 Saarbrücken
Tel. 0681/936259-0
E-Mail: sekretariat@skf-saarbruecken.de

Ansprechpartnerin:
Frau Amary Becker, Sozialarbeiterin B.A.
Telefon: 0681-936259-28
E-Mail: a.baecker@skf-saarbruecken.de

 

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