Am Mittwoch, den 21. August 2019, fanden sich über 50 interessierte Gäste im Waldinformationszentrum in Saarbrücken zu einem Landesrat ein. Diesmal stand der Landesrat der Jungen Union (JU) Saar unter dem Motto „Energiewende im Saarland gestalten!“.

Gemeinsam mit dem ehemaligen saarländischen Umweltminister Stefan Mörsdorf, der Vorsitzenden des Ausschusses für Umwelt- und Verbraucherschutz im Landtag des Saarlandes Petra Fretter MdL und dem Geschäftsführer der ARGE Solar e. V. Ralph Schmidt diskutierte man über eine CO2-neutralere Gesellschaft. Hierbei war man sich weitestgehend einig, dass die Verringerung des von Menschen verursachten CO2-Ausstoßes eine sektorübergreifende Aufgabe ist, die sich nicht mit einer einfachen Initiative oder Steuer lösen lässt, sondern nur mit einem Maßnahmenmix, wobei stets ökonomische, ökologische wie auch soziale Faktoren zu berücksichtigen sind. „Einzelmaßnahmen dürfen nicht orientierungslos ansetzen, sondern müssen stets einem gemeinsamen Ziel folgen. Daher sehen wir an oberster Stelle ein Klimaschutzgesetz als notwendig an, um darin die Ziele zur Senkung der Treibhausgasemissionen zu verankern“, so Alex Zeyer MdL, der Vorsitzende der JU Saar.

Als Sofortmaßnahme zum Klimaschutz stellte der JU-Landesvorsitzende eine Baumpflanzkampagne vor. In den kommenden Wochen und Monaten sollen Bäume auf Freiflächen angepflanzt und mittels einer begleitenden Kampagne dazu aufgerufen werden, selbst aktiv zu werden.

Im Anschluss an die Podiumsdiskussion verabschiedeten die anwesenden JUler ein gemeinsames Positionspapier mit Handlungserfordernissen zum Klimaschutz. Darin werden alle gesellschaftlichen Bereiche abgedeckt, von den Kommunen und Privatpersonen, denen steuerliche Anreize gewährt werden sollen, um den Energieverbrauch ihrer Gebäude zu senken und die Eigenstromversorgung der Gebäude mittels Photovoltaikanlagen auszubauen, über die Landwirtschaft, die CO2-neutraler gestaltet werden soll, hin zu einer klimafreundlicheren Umgestaltung des Verkehrssektors. Daneben spricht man sich dafür aus, Anreize zur Pflanzung von Bäumen und zur Begrünung von Freiflächen zu schaffen. In diesem Zusammenhang sollen die Kommunen in regelmäßigen Abständen zur Prüfung angehalten werden, wo brach liegende oder aus anderem Grund ungenutzte Flächen für die Anpflanzung von Bäumen genutzt werden können. Höheren Steuern auf Lebensmitteln wie Fleisch lehnt die JU Saar klar ab. Stattdessen setzt man sich dafür ein, das Bewusstsein für eine ressourcenschonende, nachhaltige und regionale Ernährung zu stärken sowie für eine sektorenübergreifende CO2-Bepreisung, die dazu führen wird, dass sich die Lebensmittelerzeugung alleine aus Kostengründen umweltschonender und CO2-neutraler gestalten wird. Im Verkehrssektor fordert man unter anderem den Ausbau von Radwegen, die Einführung eines kostenlosen ÖPNVs sowie nach Möglichkeit die Wiederbelebung stillgelegter Bahnstrecken.

Die JU Saar sieht die Reduzierung des CO2-Ausstoßes in allen Sektoren nicht nur als notwendig zum Schutz unserer Lebensgrundlagen an, sondern auch als wirtschaftliche Chance für das Saarland. „Wenn vor Ort die Klimawende erfolgreich gemeistert wird kann das Saarland auch künftig als Stromexporteur und erfolgreicher Industriestandort im Automobilbereich fungieren und das als Vorreiter mit klimaneutraler und moderner Technik“, so Zeyer abschließend.

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