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Anlässlich des morgigen internationalen Weltverbrauchertages, der seit 1983 begangen wird, erinnert die verbraucherschutzpolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion Isolde Ries an die Werbetricks der Industrie und fordert Grenzwerte für die wichtigsten Nährstoffe, Fett, gesättigte Fettsäuren, Zucker und Salz:

„Mit dem Jahresanfang beginnt immer wieder aufs Neue die Zeit der guten Vorsätze. Viele denken an eine gesündere Ernährung und sind anfälliger für Werbeversprechen, die suggerieren, bestimmte Lebensmittel seien gesund und kalorienarm, enthalten Nährwerte, helfen schnell Kalorien zu verlieren, stärken die Abwehrkräfte oder würden bei Kindern ein gesundes Wachstum fördern. Solche Werbeaussagen sind meist Verbrauchertäuschung“, kritisiert Ries.

„Obwohl nicht erlaubt, wird den Verbrauchern mit geschickter Bildaufmachung und entsprechenden Produktnamen das Gefühl vermittelt, dass solche Produkte gesundheitsfördernd seien. Doch Etikettenschwindel hin oder her, in Europa dürfen immer noch Lebensmittel als gesund angepriesen werden, die jedem Mediziner die Sorgenfalten ins Gesicht treiben würden. Gerade Lebensmittel für Kinder, die voller Fett und Zucker sind, stellen sich als Schwindel heraus und werden als gesund beworben, wenn Mineralstoffe oder Vitamine zugesetzt werden. Die Verbraucherinnen und Verbraucher haben kaum eine Chance diese Tricksereien zu durchschauen. Ziert eine Trinkflasche eine Joggerin glauben viele, das Produkt habe wenig Kalorien!“, erklärt Ries.

Isolde Ries fordert deshalb, dass für Verbraucherinnen und Verbraucher wichtige Produktinformationen auf der Vorderseite der Verpackung klar und deutlich abgedruckt werden müssen Ries und dass in der EU endlich Grenzwerte für die wichtigsten Nährstoffe, Fett, gesättigte Fettsäuren, Zucker und Salz festgelegt werden.

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