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Zu den Plänen von Bildungsminister Commerçon, die Absenkung der Eingangsbesoldung für Grundschullehrerinnen und -lehrer rückgängig zu machen, erklärt der stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Grünen-Landtagsfraktion, Klaus Kessler:

„Dem Mangel an Bewerberinnen und Bewerbern für das Grundschullehramt mit einer Erhöhung der Eingangsbesoldung für Grundschullehrkräfte zu begegnen, ist ein Schritt in die richtige Richtung. Bei einem Mangel an Nachwuchslehrkräften darf das Saarland im Wettbewerb mit anderen Bundesländern keine schlechteren Arbeitsbedingungen bieten.
Es bleibt jedoch abzuwarten, ob Bildungsminister Commerçon diese Forderung gegenüber dem Koalitionspartner CDU wird durchsetzen können. Das wird sich spätestens im Februar zum nächsten Einstellungstermin zeigen. In der Vergangenheit hatten sich schon mehrere Vorhaben der Bildungsministers, darunter eine Beitragsfreiheit für Kitas, als reine Luftnummer entpuppt.
Darüber hinaus brauchen wir im Grundschullehrerbereich eine weitaus größere Stellenaufstockung, als sie der Bildungsminister plant. So besuchen infolge der Flüchtlingssituation inzwischen mehr als 6.000 zusätzlicher Kinder die saarländischen Schulen. Außerdem werden aufgrund der Umsetzung der Inklusion immer mehr junge Menschen mit besonderem Betreuungsbedarf in den Regelschulen unterrichtet. Um den Bedürfnissen dieser Kinder gerecht zu werden und eine hervorragende Förderung sicherzustellen, müssen die Klassengrößen an den Grundschulen auf 20 Schülerinnen und Schüler begrenzt werden, was mit einer Aufstockung der Planstellen im Lehrerbereich einhergehen muss.
Daher erhärten wir auch unsere Forderung an Bildungsminister Commerçon, die Zahl der Studienplätze für das Grundschullehrerstudium an der Saar-Uni wieder auf den ursprünglichen Stand von 60 Plätzen pro Semester anzuheben. Zum Wintersemester 2014/15 hatte Commerçon die Zahl auf 30 zurückgefahren.“
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