Die Tarifkommission Nahverkehr Saarland der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) hat das Schlichtungsgesuch des kommunalen Arbeitgeberverbands (KAV) einstimmig abgelehnt. Hintergrund für den Unmut innerhalb der Tarifkommission ist unter anderem das rüde Benehmen der Saarbahn während der laufenden Arbeitskämpfe: „Provokationen, Drohungen und Schikanen seitens der Arbeitgeber sind leider an der Tagesordnung“, sagte ver.di-Verhandlungsführer Christian Umlauf. „So verhält man sich einfach nicht, auch nicht während einer Auseinandersetzung.“

Den Saarländerinnen und Saarländern möchte die ver.di-Tarifkommission jedoch ein Angebot machen: „Wir würden ab morgen (Freitag, Die Red,) die privaten Busfahrer die im Dienste der Öffentlichen Verkehre fahren nicht zum Streik aufrufen. Diese sollen dann nach unserer Vorstellung wenigstens Schülerverkehre bedienen. Das muss zwingend in Absprache mit den Betriebsräten geschehen, damit dieses Angebot nicht ausgenutzt wird.“, sagt Umlauf und ergänzt. „Dafür muss aber dieser Kindergarten-Habitus der Arbeitgeber enden.“

Ein weiteres wichtiges Signal muss laut Auffassung der Tarifkommission die Politik im Saarland setzten. Umlauf sagt hierzu: „Bekennen Sie sich zu den kommunalen Betrieben, gestalten Sie eine Plattform, auf der verhandelt werden kann, und übernehmen Sie Verantwortung für die Daseinsvorsorge der ÖPNV-Fahrgäste im Saarland.“ Dem ver.di-Verhandlungsführer ist noch ein Appell an die Politik wichtig: „Peter Edlinger sollte in seiner Position als Geschäftsführer der Saarbahn vielleicht auch noch einmal sachdienliche Hinweise seitens der Stadtführung bekommen, wie man mit Streikenden umgeht.“

Die Arbeitskampfmaßnahmen werden durch die Ablehnung des Schlichtungsgesuchs unbefristet fortgesetzt.

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1 KOMMENTAR

  1. Ein anständiger Saarländer hat mindestens ein Auto. Was juckt mich dieser Aufstand der Busfahrer. Bevor ich es in betracht ziehen würde den ÖPNV zu nutzen müssen erst mal die Preise fallen dann auch abgelegenere Ortsteile anders als dato bedient werden.

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